Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Chirurgische Therapie der AMD (subretinale Membran-Resektion, Pigmentzell-Translokation, Makulatranslokation)

Kirchhof B.,
Universität zu Köln, Zentrum für Augenheilkunde, Abteilung für Netzhaut- und Glaskörperchirurgie (Köln)

Die aktuellen chirurgischen Therapiekonzepte setzen am retinalen Pigmentepithel (RPE) an. Praktiziert werden (z. T . noch experimentell) folgende Operationstechniken:
1. Alleinige Membranextraktion (Thomas, 1992)
2. Membranextraktion plus
a) Transplantation homologer RPE Zellen (Algvere, 1994)
b) Translokation autologer Irispigmentepithel (IPE) Zellen (Wiedemann, Kirchhof, 1997)
3. Translokation der Makula
a) mit 360 Grad Retinotomie (Machemer, 1993)
b) durch Verkürzung (Einfaltung) der Sklera (DeJuan, 1997)
Zu 1): Erreicht werden kann eine Reduktion der Metamorphopsien (dadurch ruhigere exzentrische Fixation mit maximal Visus 0,1), ohne RPE Reste keine Sehverbesserung. Der Eingriff ist relativ kurz und atraumatisch. Das Risiko iatrogener Komplikationen ist gering.
Zu 2): Die kombinierte Membranextraktion und Zelltransplantation (als Suspension) ist technisch durchführbar. Das Interesse richtet sich deshalb gegenwärtig vermehrt auf die Translokation von IPE. Es läßt eine Restsehschärfe im Bereich von 0,1. Lesesehschärfe ist nicht möglich.
Zu 3): Anstatt intaktes Pigmentepithel unter die Makula zu verpflanzen, verlagert die retinale Translokation die Makula auf intaktes Pigmentepithel in der Nähe der Makula. Nach eigenen Erfahrungen gilt auch für die Makulatranslokation, dass sich die noch vorhandene Sehschärfe stabilisieren läßt. Wiederholte vitreoretinale Eingriffe (Silikontamponade) sind insbesondere für alte Patienten belastend. DeJuan modifizierte Machemers Methode und umgeht mit asymmetrischer Skleraeinfaltung die Retinotomie. Die Rotation kann maximal 15% betragen. Der Eingriff ist deshalb beschränkt auf frühe und klassische CNV's unter einem Papillendurchmesser.

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