Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Neueste Erkenntnisse auf dem Gebiet der präoperativen Biometrie

Haigis W.,
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Universitäts-Augenklinik, Labor für Biometrie und Intraokularlinsenberechnung (Würzburg)

Vor knapp drei Jahren erschien mit dem Zeiss IOLMaster das erste (und bislang einzige) klinisch einsetzbare Biometriegerät, das hochgenaue Achsenlängenmessungen nach dem Prinzip der Teilkohärenzinterferometrie erlaubt. Kalibriert an Präzisions-Immersions-messungen ist die Genauigkeit der optischen Biometrie etwa 10 mal höher als bei der bislang vorwiegend eingesetzten Kontakt-Ultraschall-Biometrie.
Mit Einführung des neuen Messverfahrens wurde die Aktualisierung und Neuberechnung von Linsenkonstanten zur IOL-Stärkenberechnung notwendig. Im Rahmen der User Group for Laser Interference Biometry (ULIB) wurden bislang über 3000 Patienten-Datensätze von Operateuren aus aller Welt ausgewertet, die sich auf Implantationen von über 50 verschiedenen Linsentypen bezogen. Die Ergebnisse sind in Form optimierter IOL-Konstanten für alle gängigen Formeln im Internet (www.augenklinik.uni-wuerzburg.de/ulib) veröffentlicht.
Präzise Messungen und optimierte Stärkenberechnungen sind von wesentlichem Einfluss auf die Qualität des postoperativen Ergebnisses. Erhöhte Anforderungen stellen sich etwa bei der Implantation multifokaler oder akkommodativer Linsen, bei torischen Linsen oder bei clear lens exchanges bei hoher Hyperopie oder Myopie.
Das Referat vergleicht die heute klinisch eingesetzten Biometrieverfahren und Berechnungsweisen für Intraokularlinsen und versucht, mögliche Weiterentwicklungen abzuschätzen.

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