Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Herstellung von Diamantklingen mit Hilfe der Mikrosystemtechnik und deren Anwendung

Spraul C. W.,
Universität Ulm, Augenklinik und Poliklinik (Ulm)

Hintergrund: In der ophthalmologischen Mikrochirurgie spielt die Qualität der Klingen eine entscheidende Bedeutung für die Qualität der Operation selbst. Klingen werden gegenwärtig hauptsächlich aus Metall seltener aus Diamant hergestellt. Die Diamantklingen sind jedoch relativ teuer und es lassen sich hiermit nur eine begrenzte Variation an Klingengeometrien realisieren. In diesem Referat wird ein innovativer Produktionsprozess zur Herstellung von künstlichen Diamantklingen vorgestellt. Dieser wurde von der Mikrosystemtechnologie abgeleitet.
Methoden: Der Fabrikationsprozess basiert auf der Produktion von hoch orientierten polykristallinem Diamanten (HOD) auf einem Siliziumwaver. Die resultierende Oberfläche ist extrem glatt und benötigt keine weitere Politur. Die mechanischen Eigenschaften dieses Diamanten erreichen praktisch diejenigen des natürlichen Diamanten. Die Gewebeschnittflächen wurden mit Hilfe der Elektronenmikroskopie untersucht.
Ergebnisse: Diese Methode ermöglicht es, Diamantklingen reproduzierbar herzustellen. Die Schnittkante dieser Klingen hat eine extreme Schärfe, da diese nicht mechanisch mit Diamantpuder geschliffen sondern mit Gasatomen realisiert wird. Darüber hinaus ist mit Hilfe dieser Methode, die Herstellung von Klingen jedwelcher Geometrie möglich.
Schlussfolgerungen: Die vorgestellte Methode erlaubt die reproduzierbare Herstellung von maßgeschneiderten Diamantklingen. Die Implementierung von Halbleiterelemente in die Klinge erlaubt die Herstellung einer sog. „intelligenten“ Klinge, was möglicherweise gegenwärtige Operationstechniken verbessern kann oder das Equipment für neue Operationstechniken darstellt.

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