Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Plastisch-rekonstruktive Korrektur einer Blepharitis granulomatosa bei Melkersson-Rosenthal-Syndrom

Ziemssen F., Rohrbach J. M., Bartz-Schmidt K. U., Denk P. O.,
Eberhard-Karls-Universität Tübingen, Universitäts-Augenklinik, Abt. I (Tübingen)

Hintergrund: Der Melkersson-Rosenthal-Syndrom-Komplex ist durch eine asymmetrische Schwellung im Orofazialbereich, eine rezidivierende, periphere Fazialisparese, Lingua plicata sowie zusätzliche neurologische Symptome charakterisiert.
Methode: Ein 21jähriger Patient stellte sich uns mit beidseitiger, asymmetrischer Schwellung im Lidbereich vor, deren Ausprägungsgrad im Verlauf der 12jährigen Betreuung zunahm. Intermittierend traten Gehörgangsschwellungen mit resultierender Hypakusis auf. Darüber hinaus klagte der Patient über unspezifische neurologische Symptome wie Kopfschmerzen, Tinnitus sowie über subjektive Sehstörungen. Die Lidschwellungen führten dabei nicht nur zu kosmetischer, sondern auch zu beträchtlichen optischen Einschränkungen und Gesichtsfeldausfällen.
Ergebnisse: Unser Patient zeigte die typischen Symptome des Melkersson-Rosenthal-Komplex, wobei die periphere Facialisparese jedoch fehlte, die in der Regel durch mechanische Kompression des Nerven durch Granulome entlang seines Verlaufs bedingt ist. Die Differentialdiagnosen der rezidivierenden Schwellung im Lidbereich wurden interdisziplinär diskutiert. Die Durchführung einer Probebiopsie ergab eindeutige Hinweise auf eine Blepharitis granulomatosa. Unter einer Resochin-Dauertherapie konnten die Entzündungsaktivität und weitere Schübe unterdrückt werden. Die anfangs rezidivierende, später persistierende Schwellung im Lidbereich hatte inzwischen zu einer drastischen Einschränkung des Gesichtsfelds geführt und stellte für unseren Patienten eine starke soziale Stigmatisierung und psychische Belastung dar. Unter Kortisonschutz wurde durch die operative Resektion des granulomatösen Gewebes eine erhebliche kosmetische und funktionelle Befundbesserung erreicht.
Schlussfolgerungen: Nach Persistenz und relativer Befundkonstanz einer granulomatösen Blepharitis ist das chirurgische Vorgehen eine gute Möglichkeit, die subjektiven Beschwerden zu verringern und neurologische Begleitsymptome wie Parästhesien und Kopfschmerzen in ihrer Ausprägung abzumildern.

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