Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

Aktuelle Tagungsinformationen
   News and Updates

Anmeldung zur Tagung
   Registration
Hotelbuchung
   Hotel Registration
Grußwort
   Welcome address
Beteiligte Gesellschaften
   Societies involved
Eröffnung des Kongresses
   Opening Ceremony
Preise
   Awards
Wissenschaftliches Programm
   Scientific program
Posterpräsentationen
   Poster Presentation
Kurse
   Courses
Begleitende Veranstaltungen
   Collateral Events
Rahmenprogramm
   Social program
Jubiläumsparty
   Jubilee Party
DOG Information
   DOG Information
Allgemeine Informationen
   General Information
Autorenindex
   Index of Authors
Ausstellerliste
   Exhibitors
Sponsoren
   Sponsors
Teilnahmegebühren
   Registration fees
Impressum



DOG Homepage

Refraktive Chirurgie und Glaukom

Dick H. B., Pfeiffer N.,
Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, Universitäts-Augenklinik (Mainz)

Korneale refraktiv-chirurgische Verfahren (u.a. LASIK, PRK, korneale Ringe, Laserthermokeratoplastik und eine wachsende Vielzahl weiterer Verfahren) verändern tiefgreifend die Hornhautkontur und -dicke. Die Größe der optischen Zone, Pupillenweite, Zentrierung, und das Ausmaß der refraktiven Korrektur sind einige Variablen der refraktiven Laserchirurgie. Das Glaukom (z.B. steroid-induziertes Glaukom, Engwinkelglaukom, Pigmentdispersionsglaukom) ist eine relativ seltene postoperative Komplikation. Die größten Bedenken galten bislang dem Effekt des akuten Intraokulardruckanstiegs während des Ansaugens des Auges zum Schnitt des Hornhautdeckels bei der LASIK. Leider wurde den eigentlich wichtigen Aspekten hinsichtlich Glaukom nur mäßige Bedeutung beigemessen: den normativen Parametern der konventionellen Glaukom-Screening-Geräte, einschliesslich Tonometrie, Perimetrie, und Papillenanalyse, welche durch die meisten refraktiven Verfahren geändert und in ihrer Aussagekraft angezweifelt werden können. Einige Annahmen bei der Applanationstonometrie (z.B. die Applanationsfläche ist trocken, dünn, flexibel und eine perfekte Sphäre) sind nicht mehr zutreffend. Darüberhinaus ist das Glaukom keine reine Erkrankung des Augeninnendrucks. Die alleinige Tonometrie wird in etwa der Hälfte aller Glaukome nicht zur Diagnose führen. Da Glaukom am besten als Optikusneuropathie anzusehen ist, sind Gesichtsfeld- und Papillenanalysen essentiell um die Diagnose zu stellen oder eine Progression zu beurteilen. Die Perimetrie und Papillendiagnostik sind ebenfalls durch die refraktive Chirurgie betroffen. Eine Reduktion des Kontrastsehens nach refraktiver Chirurgie tritt bei vielen Patienten auf. Die automatische statische Perimetrie prüft die Kontrastempfindlichkeit. Die normative Datenbank zur Interpretation des Gesichtsfeldes berücksichtigt keine Änderungen nach refraktiver Chirurgie. Studien zur Evaluation perimetrischer Änderungen nach refraktiver Chirurgie bei sonst gesunden Personen und bei Patienten mit Glaukom sind nicht verfügbar. Der Einfluß auf die derzeit gängigen Papillenanalysegeräte ist ähnlich noch nicht invollem Umfang geklärt. Mit zunehmender Verbreitung der individualisierten Hornhautchirurgie (“customized corneal ablation”) ist Rat notwendig für ein suffizientes Glaukom-Monitoring. Es ist wichtig bereits präoperativ mögliche Glaukom-Riskofaktoren zu identifizieren (Familiengeschichte, Myopie, Rassenzugehörigkeit). Die Tonometer unterschätzen den Augeninnendruck. Geringe Gesichtsfeldänderungen sind oder sind nicht glaukomatös bedingt. Ophthalmologen sollten besonders aufmerksam sein bei Glaukompatienten, die nach LASIK fragen.

Zurück/Back