Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Grußworte       Welcome addresses


Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

es ist uns eine große Freude, Sie im Namen des Gesamtpräsidiums der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft anläss- lich der 100. Tagung der DOG in Berlin begrüßen zu dürfen.
Die DOG blickt als älteste ärztliche Fachgesellschaft der Welt auf eine 145-jährige Tradition zurück. Die Protagonisten der modernen Augenheilkunde und Gründer der Gesellschaft waren Albrecht von Graefe (Berlin), Frans Cornelius Donders (Utrecht) und Hermann Ludwig Ferdinand von Helmholtz (Berlin und Königsberg). Es freut uns sehr, dass wir im Rahmen der Jubiläumstagung die ophthalmohistorische Ausstellung der DOG im Berliner Medizinhistorischen Museum der Charité eröffnen können. Anlässlich dieser Jubiläumstagung haben wir eine Gedenkmedaille prägen lassen.

Da eine Jubiläumstagung nicht nur Anlass ist, unsere Geschichte Revue passieren zu lassen, sondern auch einen hoffnungsvollen Blick in die Zukunft zu werfen, lautet das Motto der Jubiläumstagung "Innovationen in der Augenheilkunde".
Das wissenschaftliche Programm trägt den schnellen innovativen Entwicklungen im medizinischen, pharmakologischen, technischen, molekularbiologischen und gentechnischen Bereich Rechnung. Der Fortschritt in der Medizin zeichnet sich durch eine immer kürzer werdende Halbwertzeit des Wissens aus.
Derzeit befinden wir uns in einem Spannungsfeld zwischen gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen, ökonomischen Zwängen, medizinischer Evidenz und Erwartungshaltung der Patienten. Besorgniserregend sind in diesem Zusammenhang gesundheitspolitische Entwicklungen mit leeren Kassen der Versicherungen und gesundheitspolitische Vorgaben, wie pauschalierte Honorierung im stationären Bereich.

Bedenklich ist auch das Nachwuchsproblem in der Augenheilkunde. Ein Teil der Ausbildungsstellen sind derzeit nicht mehr zu besetzen und eine Abwanderung in europäische Nachbarländer hat eingesetzt. Im Jahr 2004 werden mehr Augenärzte in Ruhestand gehen, als junge Kollegen die Facharztprüfung für Augenheilkunde absolvieren. Wir müssen uns konstruktiv und aktiv diesen Herausforderungen stellen. Nur gemeinsam können wir unsere Interessen vertreten und versuchen, diese Probleme zu lösen und die Zukunft des Faches Augenheilkunde sichern.

Aufgrund der zunehmenden Globalisierung muss es unser Anliegen sein, in naher Zukunft in Europa und weltweit die deutsche Augenheilkunde gut zu repräsentieren.
Erfreulich sind in diesem Zusammenhang die Erfolge der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft im Hinblick auf die Ausrichtung der SOE-Tagung 2005 und des Weltkongresses 2010 in Berlin. Deutschland wird damit Gastgeber für Augenärzte aus aller Welt sein. Es gilt aber auch in Zukunft, die deutsche Augenheilkunde in wissenschaftlicher und berufspolitischer Hinsicht in einem europäischen Gremium zu platzieren und gemeinsam unsere Interessen in Europa zu vertreten. In Zusammenarbeit mit der Industrie müssen wir uns um Forschung und Fortschritt in der Augenheilkunde für die Zukunft bemühen.

Bei der Jubiläumstagung haben wir ein hervorragendes wissenschaftliches Programm und breitgefächertes Fortbildungsangebot mit namhaften nationalen und internationalen Referenten. Wir sehen sowohl dem wissenschaftlichen Gedankenaustausch als auch privaten Gesprächen erwartungsvoll entgegen und hoffen auf ein reges Interesse der Teilnehmer.

Prof. Dr. Gabriele E. Lang
Präsidentin der DOG

Prof. Dr. Dr. h.c. Franz Grehn
Vizepräsident der DOG


Sehr geehrte Damen und Herren,

dass eine der ältesten Fachgesellschaften der Medizin ihre Tagung in Berlin abhält, hat sicher viele gute Gründe - etwa den genius loci, der sich mit Namen wie v. Helmholtz oder v. Graefe verbindet, oder die Attraktivität der Stadt der Wissenschaft und Kultur. Vielleicht aber kommen Sie auch nach Berlin, um "nach dem Rechten zu sehen" und auch das mag angemessen sein.
Denn die Medizin steht erneut im Wind:Neue Abrechnungssysteme machen die wirtschaftliche Existenz mancher Fächer und Einrichtungen unsicher, Krankenkassen fordern massiven Bettenabbau auch in der Universitätsmedizin und der Senat von Berlin möchte eine ganze medizinische Fakultät, das Universitätsklinikum Benjamin Franklin der Freien Universität, schließen und dieser Universität damit einen wesentlichen Teil ihrer wissenschaftlichen Produktivität und akademischen Identität nehmen. Dass ein überwältigender öffentlicher Protest die Einsetzung einer Expertenkommission erreichen konnte, ist vor allem der erstaunlichen Leistungsentwicklung einer Fakultät zu danken, die erst 1995 gebildet wurde - übrigens durch Entscheidung eines früheren Senats.
Ist das eine kluge Politik, die die Wissenschaft, einen "Leuchtturm" dieser Stadt, in Frage stellt und damit ausgerechnet solche Bereiche schließen will, von denen in Zeiten leerer öffentlicher Kassen wirtschaftliche Erholung erwartet werden könnte? Irrt sich etwa der Rest der Welt, wenn überall Biomedizin und Biotechnologie als Motoren innovativer und produktiver Wirtschaftsentwicklung gefördert und ausgebaut werden? Fehlt es womöglich an einem durchdachten Konzept?

Mutige Investitionen in Bereiche mit starker Perspektive erfordern freilich einen langen Atem - in Berlin sind fünf Wissenschaftssenatoren in vier Jahren kein Zeichen solchen Atems. Wir freuen uns, dass Sie nach Berlin kommen, und wir begrüßen Sie herzlich - gerade weil es Grund zu Sorge um die Medizin gibt. Wir müssen unsere Ziele und Aufgaben hörbar vertreten und die Aufgabe der wissenschaftlichen Medizin nicht zur Nebensache werden lassen. Wo immer das Verständnis für die Krankheit, die Möglichkeiten von Diagnostik und Therapie verbessert werden können - die wissenschaftliche Medizin ist dabei unverzichtbar: Erstaunliches hat sich in den letzten Jahren getan, molekulare Medizin und medizinische Technik haben Möglichkeiten eröffnet, die noch vor Kurzem undenkbar waren. Um dies weiter zu fördern, muss das Denken in traditionellen Disziplinen überwunden, interdisziplinäre Kooperation gefördert und dafür günstige Strukturen geschaffen werden. Auch der Augenarzt muss "die Augen offen halten" und für sein Tätigkeitsfeld adaptieren, was in den Nachbarwissenschaften entwickelt wird. Tagungen der Fachgesellschaften haben daher heute einen noch wichtigeren Auftrag als früher:Immer schon ging es um die Entwicklung der eigenen Disziplin, heute auch um die der biowissenschaftlichen Medizin insgesamt und um die Werbung für dieses Anliegen in einer kritischen Öffentlichkeit.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Erfolg für Ihre Tagung - seien Sie herzlich willkommen.

Univ.-Prof. Dr. Peter Gaehtgens
Präsident der Freien Universität Berlin


Sehr geehrte Damen und Herren,

im Namen des Industriebeirates begrüße ich Sie herzlich zur 100. Tagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft in Berlin.

Auf eine so großartige Tradition kann der Industriebeirat noch nicht zurückblicken, aber fünf Jahre konstruktive Zusammenarbeit mit AAD und DOG verdeutlichen die aktive Arbeit des Industriebeirates.
Das Motto der Jubiläumstagung "Innovation in der Augenheilkunde" charakterisiert das gemeinsame Anliegen von Industrie und Augenärzten: Fortschritt durch Forschung und Innovation. Innovationen und deren rasche Umsetzung in die Praxis sind heute für unsere Unternehmen der medizintechnischen und pharmazeutischen Industrie die größte Herausforderung, um in unserer Welt im wachsenden Wettbewerb der immer stärkeren Globalisierung der Wirtschaft bestehen zu können. Für die Augenärzte sind sie die Chance, den Patienten eine höhere Lebensqualität zu ermöglichen.

Der Industrie bleibt immer weniger Zeit, mit neuen Produkten oder Verfahren, die meist mit großem Forschungsaufwand und entsprechend hohen Kosten entwickelt worden sind, am Markt wirtschaftlich Erfolge zu erzielen. Der Arzt und vor allem die Patienten warten auf neue Methoden und Produkte. Zu viele Erkrankungen in der Ophthalmologie können noch immer nicht ausreichend therapiert werden. Zu viele Fragen bleiben offen, obwohl die Industrie und die Ärzte schon viel erreicht haben.

Die Realisierung dieses Anliegens ist jedoch nur zu verwirklichen, wenn durch die Gesundheitspolitik die notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen und innovative Entwicklungen in der Medizin besonders durch steuerliche Maßnahmen oder Forschungsförderung unterstützt werden. 2002 ist für die DOG ein Jubiläumsjahr. In einem solchen Jahr blickt man gerne zurück, aber vor allem auch nach vorn. Da trifft es sich gut, dass 2002 auch das Jahr der Neuwahl des deutschen Bundestages ist und im Wahlkampf die Probleme des Gesundheitswesens wiederum eine bedeutende Rolle gespielt haben.

Wir hoffen, dass die neue Regierung und die sie tragenden Parteien unsere Forderungen nach mehr Unterstützung für Forschung und Entwicklung in der Zukunft verstärkt Rechnung tragen werden.

Die DOG ist auch ein guter Ort für ein ehrliches Wort. Die Industrie braucht nicht nur bessere gesundheitspolitische Rahmenbedingungen, sondern die Unterstützung ihrer Kunden, d. h. der verantwortlichen Ärzte in den Kliniken und Praxen. Einerseits werden wir aufgefordert innovative Produkte zu entwickeln, zu forschen und die Forschung der Hochschulen in Kooperation zu unterstützen, aber im Gegenzug wird durch den zunehmenden Preisdruck der finanzielle Spielraum für die Forschung immer enger. Die Industrie braucht die finanzielle Luft, um den hohen Standard der innovativen Arbeit aufrecht halten zu können.

Wir rechnen mit Ihrer Unterstützung und Ihrem Verständnis!
An der diesjährigen Industrieausstellung der DOG nehmen mehr als 90 Unternehmen teil, um ihre Neuerungen, aber auch Bewährtes vorzustellen. Die steigende Zahl der Teilnehmer macht deutlich, wie wichtig uns der wissenschaftliche Gedankenaustausch mit den Augenärzten und Mitarbeitern aus Kliniken und Praxen ist.

Vorausschauend freuen wir uns besonders, dass Berlin 2005 Gastgeber der Tagung der SOE und 2010 des Weltkongresses der Ophthalmologen sein wird. Für die Vertreter der DOG und der gesamten deutschen Ophthalmologie ist es ein großartiger Erfolg, dass diese beiden wichtigen Veranstaltungen in Deutschland stattfinden werden. Wir sind sicher, die hier versammelten Industrieunternehmen werden ihr Möglichstes tun, die Organisation der beiden Veranstaltungen nach Kräften zu unterstützen.

Wir wünschen allen Kongressteilnehmern eine interessante und erfolgreiche Tagung 2002 und freuen uns auf ein konstruktives und kooperatives Treffen.

Dr. Frank Klemm
Sprecher des Industriebeirates


Präsidentenkette der DOG
Anlässlich der 100.Tagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft hat das geschäftsführende Präsidium der DOG eine offizielle Präsidentenkette anfertigen lassen.
Auf der Vorderseite der Plakette sind die Protagonisten der modernen Augenheilkunde abgebildet: Albrecht von Graefe (1828-1870), Frans Cornelius Donders (1818-1889) und Hermann Ludwig Ferdinand von Helmholtz (1821-1894).

Medaille der Jubiläumstagung
Im gleichen Design wie die Präsidentenkette wurde eine limitierte Auflage an Medaillen aus Sterling-Silber (925 fein, Durchmesser 65 mm) geprägt.
Diese Medaillen können während der Tagung am Schalter der DOG käuflich erworben werden (Einzelpreis 75 Euro). Vorbestellungen können über das Kongressbüro vorgenommen werden.