Abstract
Abstract
Augensymptomatik als erstes Zeichen eines generalisierten Rezidivs nach Operation eines infiltrativ wachsenden Karzinoms des Gastrointestinaltraktes
Petzold A., Wilhelm F., Werschnik C. Universitätsklinik und Poliklinik für Augenheilkunde der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Halle/Saale
Hintergrund: Aderhautmetastasen kommen heute, aufgrund einer verbesserten Therapie der Primärtumoren, bei bis zu 10 Prozent der Karzinompatienten vor. Ihre Diagnostik führt gelegentlich zur Erstdiagnose eines bis dahin unbekannten Primärtumors oder wie in dem vorgestellten Fall zur Entdeckung einer generalisierten Metastasierung. Methode: Wir berichten über einen 62-jährigen Patienten, welcher drei Jahre nach Gastrektomie, Splenektomie und Cholezystektomie wegen eines infiltrativ wachsenden Adenokarzinoms des distalen Ösophagus und der Kardia über Visusminderung auf dem linken Auge klagte. Am Fundus des linken Auges zeigte sich juxtapapillär ein gelblicher prominenter Tumor mit fleckiger leopardenfellartig strukturierter Oberfläche und Ausdehnung bis in das Makulagebiet sowie eine Ablatio retinae. Eine anschließend eingeleitete Staging-Untersuchung ergab ein Rezidiv des distalen Ösophagus/Kardiakarzinoms mit cerebraler, perikardialer und hepatischer Metastasierung. Ergebnisse: Nach einer kombinierten Radio- und Chemotherapie kam es zur Rückbildung der Tumorprominenz sowie zu einer deutlichen Verbesserung der Sehschärfe. Schlussfolgerungen: Okuläre Metastasen sprechen meist, wie auch diese Kasuistik zeigt, gut auf eine Strahlen- bzw. Chemotherapie a
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