Abstract
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Pathophysiologie der okulären Toxoplasmose
Garweg J. G. Universitäts-Augenklinik, Inselspital, Bern, Schweiz
Hintergrund: Die okuläre Beteiligung (OT) ist die lokale Manifestation der kongenitalen Toxoplasma-Infektion (CT) am Auge. Die Reaktivierung der primär retinalen Läsion infolge von Zystenrupturen in der gesunden Netzhaut, oft im Randbereich vorbestehender Narben, involviert sekundär auch die Aderhaut, was den Begriff der Retinochoroiditis geprägt hat. Schlussfolgerungen: Die genetischen Grundlagen der Parasit-Wirts-Beziehung sind bisher wenig bekannt nicht bekannt. Eindeutig stellt die OT jedoch eine lokale Entzündungsreaktion unabhängig von einer systemischen Aktivität dar, die folglich meist auch keine nachweisbare systemische Immunreaktion hervorruft. Zusätzlich tragen lokale Immuntoleranz-Phänomene wie die Vorderkammer-assoziierte Immundeviation (ACAID) zu einer erschwerten Nachweisbarkeit der klinischen Diagnose bei. Der Nachweis von Parasiten-DNA mittels PCR aus dem Kammerwasser ist heute Standard, aber wenig sensitiv, da meist wenig DNA vorhanden ist: Die Methode wäre aus einer wegen des wesentlich höheren Komplikationsrisikos nicht routinemässig zu empfehlenden Glaskörper-Biopsie wesentlich sensitiver. Eine frühzeitige Laborbestätigung der klinischen Diagnose über Antikörper-Untersuchungen wird durch individuelle Unterschiede im Zeitintervall zwischen ersten klinischen Symptomen und der Induktion einer spezifischen humoralen Immunreaktion mit der Folge einer grossen Zahl falsch-negativer Ergebnisse in ihrer Sensitivität erheblich gemindert. Dies könnte b
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