Abstract
Abstract
OCT-Messung der peripapillären Nervenfaserschichtdicke nach Makula-Translokation mit 360-Grad-Retinotomie
Meyer C. H., Eschstruth P., Schmidt J. C., Kroll P. Zentrum für Augenheilkunde, Philipps-Universität, Marburg
Hintergrund: Bei der Makula Translokation mit 360-Grad Retinotomie (MT360) wird die gesamte Netzhaut abgehoben und mechanisch um die Achse des Sehnerven gedreht. Wenngleich es hierbei zu mechanischen Traktionen an der retinalen Nervenfaserschicht (RNFS) kommt, treten hierbei keine Gesichtsfelddefekte auf. Bei einem Patienten mit gleichzeitigem Glaukom beobachteten wir jedoch nach MT360 eine Zunahme der Papillenexkavation. Methode: Eine standardisierte zirkuläre Optischer Kohärenz Tomographie (zOCT) wurde auf dem Sehnerven zentriert und misst in einem Radius von 2 PD die peripapilläre RNFS 6 Monate nach MT360 bei 16 Patienten. Vergleiche zu präoperativen Werten und dem Partnerauge wurden gezogen. Ergebnisse: Die durchschnittliche RNFS betrug am operierten Auge präoperativ 0,138mm (Staw.38,0) (n=6) und 0,1312mm (Staw.38,1) 6 Monate nach MT360 (n=15), verglichen mit 0,129mm (Staw.40,1) Partnerauge (n=15). Der Unterschied zwischen prä- und postoperativen Werten, als auch zwischen beiden Augen war nicht signifikant. Schlussfolgerungen: Obwohl es in einzelnen Fällen zu einer Abnahme der RNFS kommen kann, bleibt die RNFL verglichen mit dem präoperativen Wert und den Befunden des Partnerauge nach MT360 konstant. Bei Patienten mit größerer Papillenexkavation sollten keine MT360 erfolgen.
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