Abstract
Abstract
Optimierung der Elektrodenpositionen und Auswertungsstrategien bei multifokalen VEP-Ableitungen
Meigen T., Krämer M. Universitäts-Augenklinik Würzburg
Hintergrund: Das multifokale VEP (mfVEP) kann zur ortsaufgelösten Prüfung der Sehnervenfunktion eingesetzt werden. In dieser Studie untersuchten wir, inwieweit eine mehrkanalige mfVEP-Ableitung einer einkanaligen Ableitung überlegen ist. Methode: Bei 30 Normalpersonen wurde ein "Dartboard"-Muster mit 60 Feldern und einem Durchmesser von 41° zur Ableitung von jeweils 2 monokularen und einem binokularen mfVEP eingesetzt. 4 Elektroden wurden im Abstand von 4 cm jeweils links, rechts, oberhalb oder unterhalb des Inions angebracht. Durch Ableitung oder nachträgliche Berechnung konnten sowohl die VEPs der 4 Positionen gegenüber einer frontalen Referenz bei Fpz als auch die VEPs zwischen diesen 4 okzipitalen Positionen bestimmt werden. Für jede VEP-Kurve wurde jeweils eine "Signal"-Amplitude zwischen 45 und 150 ms und eine "Rausch"-Amplitude zwischen 325 und 430 ms durch ein RMS-Verfahren bestimmt. Für jede Versuchsperson und jede Ableitbedingung konnte dann durch die Fläche unter einer entsprechenden ROC-Kurve die Trennung von Signal und Rauschen quantifiziert werden. Ergebnisse: (1) Bei den 4 empfindlichsten Ableitbedingungen war jeweils die Elektrode oberhalb des Inions beteiligt. (2) Bei den 3 unempfindlichsten Ableitbedingungen war jeweils die Fpz-Position beteiligt. (3) Durch Kombination der 3 empfindlichsten Ableitbedingungen konnte die Fläche unter der ROC-Kurve signifikant vergrößert werden (ANOVA, p<0.0001).
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