Abstract
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Kristalline makuläre Ablagerungen bei langjähriger Sanddornsafteinnahme
Labus M., Ernst S., Weber U. Augenklinik im Städtischen Klinikum Braunschweig
Hintergrund: Makuläre kristalline Ablagerungen wurden nach dermatologischer Therapie von Lichtdermatosen mit carotinoidhaltigen Bräunungsmitteln wie z.B. Canthaxanthin erstmals 1982 beschrieben1. Derartige Kristalle wurden bei einem 73-Jährigen nach 20 Jahren Sanddornsafteinnahme gefunden. Die kumulative Dosis an Carotinoiden wurde auf maximal 48 g geschätzt. Methode: Klinische Untersuchung, Foto- und Angiographie, Gesichtsfelduntersuchung (GF; Humphrey Perimeter) mit 100 Schwellentest. Elektrophysiologie mit Standard- und mf-ERG, VEP und EOG (Retiport, Roland Consult). Ergebnisse: Visus c.c. (R / L) 0,7 / 1,0p. GF: Mean defect -3,31 / -3,61 db (p < 2%). ERG: Photopische Ableitungen regelrecht, skotopisch verlängerte b-Wellenlatenz bei -25 db Flash - Reizung. Multifokales (mf)-ERG: Inkonsistente Ergebnisse bei wiederholten Ableitungen. VEP: Verlängerte P-100 Latenzen (pattern rev., 10 25´ full field, Ctr. 97% 0,9 Hz). EOG: Arden-Quotient 2,810 / 2,002. Schlussfolgerungen: Der Befund ist mit dem einer Carotinoid-Retinopathie, die mit weitergehenden Störungen auch des Farbsinnes und der Dunkeladaptation einhergehen kann, vereinbar. Im Rahmen einer zunehmenden (Selbst-) Therapie der alterskorrelierten Makuladegeneration mit carotinoidhaltigen Nahrungsergänzungsstoffen sollte die Möglichkeit einer Überdosierung bedacht werden. 1Cortin P , Corriveau LA, Rousse
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