Abstract
Abstract
Multiple Choroideainfarkte bei Homozysteinämie
Schäfer S., Spraul C. W., Lang G. E. Universitäts-Augenklinik Ulm
Hintergrund: Im Zusammenhang mit Arteriosklerose und thrombotischen Gefäßverschlüssen gilt ein erhöhter Homozysteinspiegel als Risikofaktor. Dies betrifft sowohl arterielle als auch venöse Gefäßverschlüsse. Wir berichten über einen Patienten bei dem es im Zusammenhang mit einer Homozysteinämie zu multiplen Choroideainfarkten kam. Methode: Ein 68-jähriger Patient stellte sich mit plötzlich aufgetretener Visusminderung und Schleiersehen am linken Auge vor. Ein traumatisches Geschehen lag anamnestisch nicht zugrunde. In der Allgemeinanamnese bestand eine medikamentös regulierte arterielle Hypertonie. Die Medikamentenanamnese ergab die Einnahme eines Beta-Blockers, eines Calciumantagonisten, eines ACE-Hemmers, sowie die Einnahme von ASS 100. Es wurde eine Fluoreszenzangiographie, eine Blutuntersuchung, sowie eine Kernspintomographie durchgeführt. Ergebnisse: Bei der ophthalmologischen Untersuchung zeigte sich ein Visus von Fingerzählen am linken Auge, die Tensio war beidseits im Normbereich, die vorderen Augenabschnitte wiesen einen regelrechten Befund auf. Klinisch zeigte sich an beiden Augen ein Fundus hypertonicus I, sowie am linken Auge multiple fleckförmige choroidale Läsionen. In der Fluoreszenzangiographie zeigten sich multiple choroidale Areale mit gestörter Perfusion, sowie ein Papillenödem. Bei der Blutuntersuchung konnte ein deutlich erhöhter Homozysteinspiegel (33.9 mmol/l, Referenzbereich: 5.0-15.0
Zurück | Back
|