Abstract
Abstract
Irisinfiltration bei systemischem Non-Hodgkin-Lymphom (NHL) als erstes Zeichen einer insuffizienten Chemotherapie
Berthold S.1, Kottler U. B.1, Frisch L.1, Radner H.2, Pfeiffer N.1 Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, 1Augenklinik, 2Pathologisches Institut
Hintergrund: Das Non-Hodgkin-Lymphom befällt das Auge entweder primär oder metastatisch bei systemischer Erkrankung. In der Literatur existiert nach unserem Wissen bisher nur eine Fallbeschreibung eines okulären Befalls mit Irisinfiltration während systemischer Remission eines NHL. Methode: Klinische, histopathologisch und radiologische Falldarstellung Ergebnisse: Eine 76 jährige Frau stellte sich mit okulären Schmerzen, Hyphäma mit aufgelagerter Leukozytenschicht, einer Irishyperämie und -prominenz sowie einem Sekundärglaukom vor. Sonographisch zeigte sich eine diffuse Glaskörpertrübung aber keine solide Raumforderung. Fünf Monate zuvor war die Diagnose eines hochmaligen B-Zell NHL links inguinal gestellt worden. Nach abgeschlossener Chemotherapie wurde eine komplette Remission angenommen. Im MRT des Schädels zeigte sich eine dezente neu aufgetretene meningeale Kontrastmittelanreicherung mit Verdacht einer Meningiosis lymphatica; mehrmalige Liquorpunktionen konnten die Aussaat ins zentral nervöse System jedoch nicht bestätigen. Da auch die zytologische Untersuchung der Vorderkammerpunktion die Verdachtsdiagnose eines okulären NHL nicht bestätigen konnte, wurde die Diagnosesicherung durch Irisbiopsie erzwungen. Histopathologisch zeig
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