Abstract
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Zentrales korneales Dermoid
Dithmar S. Universitäts-Augenklinik Heidelberg
Hintergrund: Dermoide sind Choristome, die sich nicht selten in der okulären Region manifestieren. Dermoide der Orbita sind gewöhnlich zystisch, Dermoide der Bindehaut und der limbalen Region solide. Reine korneale Dermoide sind sehr selten. Methode: Ein 3 Monate alter Junge wurde aufgrund einer linksseitigen kongenitalen weißlich-gelben prominenten Läsion der zentralen Hornhaut vorgestellt, welche die Pupille komplett verdeckte. Die kreisrunde Veränderung war etwas ekzentrisch nach nasal versetzt und zirkulär durch eine klare Zone vom Limbus abgegrenzt. Zu dem nasalen Rand der Läsion zogen vom Limbus ausgehende Gefäße. Der Tumor wurde im Rahmen einer lamellären Keratoplastik exzidiert. Der sonstige morphologische Befund war regelrecht. Ergebnisse: Histologisch zeigt sich dichtes vaskularisiertes Bindegewebe mit Hautanhangsgebilden, welches von einem mehrschichtigen verhornendem Plattenepithel bedeckt wird. Fokal ist das Epithel ödematös und weist eine Pigmentierung der basalen Zellschichten auf. Die Bowmansche Membran fehlt. Schlussfolgerungen: Epibulbäre Dermoide manifestieren sich meist als limbale Dermoide, welche wenig Wachstumstendenz haben und scharf abgegrenzt sind. Rein korneale Dermoide sind dagegen sehr selten und aufgrund der Amblyopieentwicklung therapeutisch problematisch. Der sich hier ergebende histologische Befund entspricht einem typischen Dermoid. Korneale Dermoide können u.U. die gesamte Hornhautdicke betreffen und dann eine perforierende Keratoplasitk erforde
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