Abstract
Abstract
Hornhautperforationen bei Vitamin A-Mangel
Heinz C., Steuhl K.-P., Meller D. Universitäts-Augenklinik Essen
Hintergrund: Vitamin A dient der Aufrechterhaltung der Integrität der Augenoberfläche. Ein Mangel unterschiedlicher Ursache kann zu schwerwiegenden Komplikationen bis hin zur Hornhautperforation führen. Methode: Wir berichten über drei Patienten mit einem Vitamin A-Mangel. Ursächlich waren eine biliäre Zirrhose, eine Malnutrition infolge eines Alkoholabusus und eine Graft-versus-Host Erkrankung des Darmes mit Diarrhoe nach einer Knochenmarkstransplantation. Ergebnisse: Bei allen Patienten fand sich zu Beginn der Therapie ein erniedrigtes Vitamin A im Serum. Bei zwei Patienten war das Retinol-bindende Protein ebenfalls erniedrigt. Eine Hornhautperforation trat bei zwei Patienten auf. Bei einem dieser Patienten war sogar eine dreimalige beidseitige Keratoplastik erforderlich. Bei dem dritten Patienten kam es zu einer Descemetozele ohne Perforation. Die Substitution mit Vitamin A führte bei zwei Patienten zu einer deutlichen Befundverbesserung. Schlussfolgerungen: Vitamin A hat im Zusammenhang mit Zink eine wichtige Bedeutung für die Aufrechterhaltung der kornealen und konjunktivalen Integrität. Ebenfalls sind Vitamin A-abhängige Regulationsmechanismen für die Produktion von Muzinen der Augenoberfläche bekannt. Ein Mangel an Vitamin A ist durch vielfältige unterschiedliche Grunderkrankungen möglich. Insbesondere bei sterilen und rasch fortschreitenden Hornhautulzera sollte auch ein Vitamin A-Mangel untersucht werden. Die Indikation zur Substitutionsth
Zurück | Back
|