Abstract
Abstract
Steroid-induzierte Retinopathia centralis serosa bei akuter retinaler Nekrose
Biester S., Deuter C. M. E., Bartz-Schmidt K. U., Zierhut M. Universitäts-Augenklinik, Abteilung I, Tübingen
Hintergrund: Die akute Retinanekrose kann zu schwersten Veränderungen am Auge führen. Die Therapie besteht in der Gabe systemischer Virustatika und Kortikosteroiden. Häufig auftretende Netzhautforamina müssen durch Photokoagulation oder chirurgisch behandelt werden. Kasuistik: Vorgestellt wird ein 47-jähriger Patient, der am rechten Auge im Rahmen einer intraokularen Entzündung im Jahre 1979 erblindet war. Am linken Auge hatte sich 1994 eine ausgedehnte akute Retinanekrose gebildet. Nach Vernarbung des betroffenen Areals unter systemischer Aciclovir- und Steroidtherapie entwickelten sich multiple Netzhautforamina. Diese wurden gelasert. Im August 2002 fand sich im verbliebenen gesunden peripheren Netzhautareal ein Rezidiv der akuten Retinanekrose. Trotz sofortiger Therapie mit Aciclovir und Steroiden kam es nach Rückgang des Entzündungszustandes zur erneuten Ausbildung von Foramina. Auch diese wurden gelasert. Innerhalb einer Woche nach der Laserkoagulation fiel der zentrale Visus auf 0,7 ab. Fluoreszenzangiographisch und mittels OCT konnte der typische Befund einer Retinopathia centralis serosa erhoben werden. Unter Reduktion des Steroides sowie Zugabe von Acetacolamid bildete sich das Ödem innerhalb eines Monats nahezu vollständig zurück. Schlussfolgerungen: Systemische Kortikosteroide gehören zur Therapie der akuten Retinanekrose. Andererseits ist seit langem bekann
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