Abstract
Abstract
Akute unilaterale Visusminderung bei Carotis-Ophthalmica-Aneurysma
Kiel R., Martinez A., Karlen M. E., de Gottrau P. Augenklinik, Kantonsspital Freiburg/CH
Methode: Ein 43-jähriger männlicher Patient wurde in unserer Notfallambulanz vorstellig mit einer seit wenigen Stunden aufgetreten schmerzlosen Visusverminderung am LA ohne andere Allgemeinsymptomatik. Ergebnisse: Der augenärztliche Stauts zeigte eine Sehschärfe von 4/10 am betroffenen Auge (RA:10/10). Die vorderen Augenabschnitte waren beidseits bis auf ein leichtes linksseitiges afferentes Pupillendefizit regelgerecht; der linke Fundus zeigte eine im Vergleich temporal abgeblasste Papille ohne Stauungszeichen. Das Gesichtsfeld des betroffenen Auges zeigte eine Vergrösserung des blinden Fleck sowie einen diffusen Abfall in allen Quadranten. Die visuell evozierten Potentiale waren in der Amplitude am LA vermindert. Das sofort durchgeführte MRT zeigte ein grosses (12 x 14 mm) paraklinoidales Carotis-Ophthalmica-Aneurysma mit Kompression des N.opticus links. Der Patient wurde daraufhin direkt in die Neurochirurgie der Universitätsklinik Bern überführt, wo am folgenden Tag über eine osteoplastische Kraniotomie links pterional ein Clipping des Aneurysmas mittels 2-Yasargil-Standart-Clips durchgeführt wurde. Schlussfolgerungen: Der weitere Heilungsverlauf gestaltete sich komplikationslos, auch der Visus und das GF zeigten eine rasche Verbesserung. Trotz der offensichtlichen teilweisen Optikusatrophie war der Visus der letzten Untersuchung (1 Jahr post-Operation) erfreulicherweise auf 10/10 am LA anges
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