Abstract
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Verzögerte Diagnosestellung bei Siderosis bulbi
Domke N., Pittasch K., Meier P. Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde Universität Leipzig
Hintergrund: Nach Penetration bzw. Perforation mit metallischen Gegenständen sind die Suche und der sichere Ausschluss eines intraokular verbliebenen Fremdkörpers unbedingt erforderlich. Das Auftreten einer Heterochromie ist für den Ophthalmologen ein eindeutiger Hinweis auf eine Siderosis bulbi. Eine Entfernung des durch bildgebende Verfahren georteten Fremdkörpers ist schnellstmöglich erforderlich, um weitere Schädigungen zu verhindern. Methode: 2 Patienten wurden 2002 in unsere Klinik mit einer gut sichtbaren Heterochromie (rechts bräunliche Irisverfärbung) überwiesen. Patient 1 wurde mit "persistierender postoperativer Keratitis" nach Katarakt-Operation wegen Cataracta traumatica vorgestellt. Patient 2 hatte sich erstmalig 18 Monate nach einem Arbeitsunfall beim niedergelassenen Augenarzt in Behandlung begeben und wurde uns zur Mitbeurteilung bei "Keratitis und Sekundärglaukom" zugewiesen. Anamnestisch waren nach detailierter Befragung eine länger zurückliegende Contusio bulbi (Pat.1) und penetrierende Hornhautverletzung (Pat.2) erhebbar. Ergebnisse: In beiden Fällen waren eine auffällige erworbene Heterochromie und ebenso deutliche Hornhautveränderungen diagnostizierbar. Bei Patient 2 wiesen eine Hornhautnarbe und ein Irisforamen auf eine erfolgte Penetration hin. Im Ultraschall bzw. in der Ultraschallbiomikroskopie bestätigte sich der Verdacht auf das Vorliegen eines intraokularen Fremdkörpers. Das ERG ließ eine Amplit
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