Abstract
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Thrombophile Gerinnungsstörungen als Ursache für die anteriore ischämische Optikusneuropathie
Wycisk A.1, Kuhli C.1, Scharrer I.2, Koch F.1, Hattenbach L.-O.1 1Klinik für Augenheilkunde, 2Klinik für Innere Medizin, Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt/Main
Hintergrund: Verschiedene Studien weisen darauf hin, daß thrombophile Gerinnungsstörungen ein Risiko für die Entstehung venöser retinaler Gefäßverschlüsse darstellen. Der Zusammenhang zwischen Koagulopathien und der arteriellen Durchblutungsstörung der anterioren ischämischen Opticusneuropathie (AION) ist demgegenüber bisher wenig untersucht. Methode: Im Rahmen einer prospektiven Studie führten wir bei 18 Patienten (< 60 Jahre) mit nachgewiesener AION und 30 gesunden Vergleichspersonen ein umfangreiches Thrombophiliescreening durch. Die Patienten und Probanden zeigten eine gleiche Alters- und Geschlechtsverteilung. Darüber hinaus wurde bei allen Personen eine umfassende Anamnese und internistische Untersuchung kardiovaskulärer Risikofaktoren durchgeführt. Ergebnisse: Insgesamt konnten wir bei 6 der 18 Patienten eine hererditäre thrombophile Gerinnungsstörung nachweisen, während in der Probandengruppe lediglich 2 der 30 Probanden eine angeborene Koagulopathie aufwiesen. (P = 0,039). 2 Patienten wiesen eine schwere homozygote APC-Resistenz. In der Patientengruppe konnten bei 5 der 6 Patienten, die keinen kardiovaskulären Risikofaktor hatten, aber bereits früher ein thromboembolisches Ereignis erlitten hatten, eine
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