Abstract
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Ergebnisse nach Wiedervorholung tenotomierter oder rückgelagerter Mm. recti mediales bei konsekutivem Strabismus divergens
Steffen H., Kolling G. H. Universitäts-Augenklinik Heidelberg
Hintergrund: Fragestellung: Ist die Wiedervorholung tenotomierter oder rückgelagerter Mm. recti mediales dosierbar? Methode: Retrospektive Studie an jeweils 20 Patienten nach Tenotomie (Gruppe 1) bzw. Rücklagerung (Gruppe 2). Pro 2° Schielwinkel wurde der Muskel um einen Millimeter vorgeholt. Drei Tage und drei Monate postoperativ wurden die Schielwinkel bei Fern- und Nahblick und die Motilität untersucht. Simultansehen mit dem Bagolinitest war nur bei 2 von 40 Patienten vorhanden. Ergebnisse: In Gruppe 1 bzw. Gruppe 2 betrugen die präoperativen Fernschielwinkel D14° bzw. D25°. Die postoperativen Fernschielwinkel betrugen C1,5° bzw. D1° nach drei Tagen und D6° bzw. D7,5° nach drei Monaten mit einer Standardabweichung von 4,7° bis 5,7° in beiden Gruppen. Der Operationseffekt in °/mm war nach drei Tagen2 ,1° in Gruppe 1 bzw. 1,9° in Gruppe 2. Nach drei Monaten reduzierte sich der Op-Effekt auf 1,1° bzw. 1,4°. Die Adduktion besserte sich im Mittel um 12° bzw. 17,5°. Schlussfolgerungen: Bei der Operationsplanung von 2°/mm waren hier keine Überkorrekturen nach drei Tagen, jedoch Unterkorrekturen nach drei Monaten zu finden. Eine anfängliche Überkorrektur läßt eine besseres Langzeitresultat erwarten. Bei einer Operationsplanung von 1,4° bzw. 1,6°/mm sind einige Fälle mit konsekutivem Innenschielen (=Überkorrektur) wahrscheinlich.
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