Abstract
Abstract
Früh- oder Spätoperationen beim frühkindlichen Innenschielen. Eine prospektive, europäische, multizentrische Studie
Early vs. Late Infantile Strabismus Surgery Study-Group
Hintergrund: Alle Kinder mit frühkindlichem Innenschielen werden in den USA vor dem 24. Lebensmonat operiert, in Mitteleuropa hingegen meist nach dem dritten Lebensjahr. Die Studie soll klären, welche Therapie besseres Binokularsehen, kleinere Schielwinkel und weniger Schwachsichtigkeit ergibt. Methode: Alle Kinder beider Gruppen wurden im Alter von 6 bis 18 Monaten standardisiert untersucht und entweder vor dem 24. Lebensmonat (früh) oder zwischen dem 32. und 60. Lebensmonat (spät) operiert. Von den registrierten 532 Patienten konnten 405 (171 früh und 234 spät) die Studie mit der Abschlussuntersuchung im 7. Lebensjahr beenden. Ergebnisse: In beiden Gruppen konnte das Binokularsehen nicht normalisiert werden: nur 1% in beiden Gruppen erkannte randomisierte Stereoteste. Das Stereosehen am Titmus-Test war in der frühen Operationsgruppe besser als in der späten (p=0,001): 16,5% der früh operierten Kinder im Gegensatz zu 8% der spät operierten hatten grobe Stereopsis (meist nur Titmusfliege positiv). Das Simultansehen (Bagolini-Test) war negativ bei 50% der spät operierten, dagegen nur bei 33% der früh operierten Kinder. Der Schielwinkel bei Fernblick war bei beiden Gruppen gleich gut korrigiert (p=0,97). Allerdings mussten immerhin 20% aller Kinder der späten Gruppe nicht operiert werden, bei der frühen Gruppe nur 8%. Die Anzahl der Operationen war bei den spät operierten Kindern im Mittel m
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