Abstract
Abstract
Lentektomie bei kongenitaler Katarakt
Hasche H.1, Lieb W.1, Littan T.2, Grehn F.1 1Universitäts-Augenklinik, Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg 2Augenklinik, Städtisches Klinikum Braunschweig
Hintergrund: Über ein Mindestalter für die primäre Implantation einer IOL bei Patienten mit kongenitaler Katarakt besteht derzeit kein Konsens. Wir untersuchten funktionelle Ergebnisse und Komplikationen der Lentektomie über einen anterioren Zugang mit primärer Implantation einer Hinterkammerlinse einerseits und der Pars-Plana-Lentektomie mit Kontaktlinsenversorgung andererseits. Methode: Die Daten aller Kataraktoperationen von Kindern bis zum 15. Lebensjahr zwischen 1995 und 2003 wurden retrospektiv ausgewertet. Nach Ausschluß von Hornhaut- und Netzhauterkrankungen, Optikusveränderungen sowie traumatischer Linsentrübungen konnten 82 Augen von 62 Patienten mit primär kongenitaler Katarakt berücksichtigt werden. Einen anterioren Zugang mit primärer hinterer Kapsulotomie, vorderer Vitrektomie und Implantation einer Hinterkammerlinse in den verbliebenen Kapselsackreifen wählten wir nach Vollendung des 2. Lebensjahres bei 37 Augen von 30 Kindern. Das durchschnittliche Operationsalter lag bei 6,5 ± 3,6 Jahren, die Nachbeobachtungszeit betrug 6,3 ± 8,2 Monate. Bei bilateraler Katarakt wurde nach einem Intervall von 1,2 ± 1,7 (n=7) Monaten das zweite Auge operiert. Eine Pars-Plana-Lentektomie mit anschließender Kontaktlinsenversorgung wurde bei 45 Augen von 32 Kindern ausgeführt. Das durchschni
Zurück | Back
|