Abstract
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Ortsfrequenzeigenschaften der Konturinteraktion bei Augengesunden und Amblyopen
Ehrt O.1,2, Hess R. F.1 1McGill Vision Research, Department of Ophthalmology, McGill University, Montréal/CDN; 2Augenklinik der Ludwig Maximilians Universität, München
Hintergrund: Die kortikalen Mechanismen der Konturinteraktion - dem negativen Einfluß benachbarter Strukturen auf die Unterscheidbarkeit von Optotypen - sind noch wenig bekannt. Die Rolle der frühen Stufen der Verarbeitung visueller Informationen (z.B. Kontrastmaskierung) wird kontrovers diskutiert. Wir untersuchten die Ortsfrequenzeigenschaften der Konturinteraktion im normalen fovealen Sehen, um sie mit denen der Maskierung zu vergleichen, und bei Amblyopen, die ja eine sehr viel stärkere Konturinteraktion als Normalsichtige zeigen. Methode: Landoltringe mit einem Durchmesser von 0,5° für Normal-probanden (n=5) und 0,5° - 2,3° für amblyope Augen (n=5) und vier kontrastreiche, flankierende Balken wurden digital bandpassgefiltert und auf einem kalibrierten Monitor dargestellt. Bestimmt wurde dann die Kontrastschwelle für die Diskrimination der Landoltringorientierung bei drei relativen Ortsfrequenzen des Landoltringes (0,94 - 3,75 cpl) und bis zu 14 relativen Ortsfrequenzen der Balken (0,47 - 10 cpl). Ergebnisse: Alle Probanden zeigten einen relativ scharf begrenzten Frequenzgang. Bei Normalprobanden stieg die Ortsfrequenz der Flanken, die die stärkste Interaktion zeigten, nur leicht von 1,0 auf 1,3 cpl an, wenn die Ortsfrequenz des Landoltringes von 0,94 auf 3,75 cpl erhö
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