Abstract
Abstract
Exzision eines atypischen melanozytären Iristumors und spätere optische Rehabilitierung durch Katarakt-Operation mit Einsatz eines Kapselspannringes mit Irisblende
Petzold A., Werschnik C., Wilhelm F. Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Martin Luther Universität Halle-Wittenberg, Halle
Hintergrund: Das Poster zeigt den Befund und das operative Vorgehen bei einer 61-jährigen Patientin, die an einem Iristumor litt, welcher nachweislich (Fotodokumentation) in den letzten 15 Jahren eine deutliche Größenzunahme aufwies. Methode: Es erfolgte die Exzision der pigmentierten Irisläsion. Histologisch wurde ein Spindelzellnävus vom Borderline-Typ Gruppe 6 nach Zimmermann diagnostiziert. Postoperativ klagte die Patientin über zunehmende Sehstörungen sowie erhöhte Blendempfindlichkeit, verursacht durch die sich entwickelnde Linsentrübung und das Iriskolobom. Deshalb wurde bei ansonsten komplikationslosem postoperativen Verlauf 4 Monate nach Tumorexzision die Katarakt-Operation durchgeführt. Dabei wurde gleichzeitig ein Kapselspannring mit Irissegmentblende eingesetzt, um das postoperative Iriskolobom zu decken. Ergebnisse: Sechs Wochen postoperativ hat die Patientin keinerlei Blendempfindlichkeit mehr und unkorrigiert volle Sehschärfe. Schlussfolgerungen: Das Poster demonstriert die Möglichkeit und die Erfolgsaussichten des zweizeitigen Vorgehens bei klinisch verdächtigen Iristumoren hinsichtlich der Exzision und der anschließenden optischen Rehabilitierung.
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