Abstract
Abstract
Einfluss von Dezentrierung und Verkippung der IOL-Optik auf Aberrationen höherer Ordnung bei einer asphärischen Intraokularlinse (Pharmacia Tecnis®)
Baumeister M., Kasper T., Bühren J., Kohnen T. Universitäts-Augenklinik, Frankfurt/Main
Hintergrund: Die faltbare Silikon-Intraokularlinse (IOL) Pharmacia Tecnis weist eine negative sphärische Aberration auf, die die sphärische Aberration der Cornea kompensieren soll. Methode: In 13 Augen von 13 Patienten (4 m, 9 w, mittleres Alter 72,3 ± 6,7 Jahre) wurde eine Phakoemulsifikation und IOL- Implantation in den Kapselsack über einen selbstdichtenden posterioren Limbustunnel durchgeführt. Implantiert wurde in allen Fällen eine asphärische Intraokularlinse vom Typ Pharmacia Tecnis. 1 Monat nach Implantation wurden Dezentrierung und Verkippung der IOL-Optik mittels Scheimpflug-Photographie (EAS-1000, Nidek) bestimmt. Außerdem wurde die Verzerrung der Wellenfront mit einerm Hartmann-Shack-Aberrometer (Zywave, Bausch & Lomb) gemessen und mit der IOL-Position korreliert. Ergebnisse: Der Wert der Optik-Verkippung betrug im Median 1,8° (Spannweite 0,2°-3,8°), für die Dezentrierung 0,2 mm (Spannweite 0,1 mm-0,7 mm). Es ergab sich eine hohe positive Korrelation der IOL-Dezentrierung mit dem Betrag (RMS-Wert) der Aberrationen 3. Ordnung (Korrelations-Koeffizient: 0,81). Schlussfolgerungen: Eine Dezentrierung der IOL führt zu einer Zunahme der Aberrationen höherer Ordnung. Dies kann die Wirkung der asphärischen IOL beeinträchtigen.
Zurück | Back
|