Abstract
Abstract
Wundheilung des Hornhautepithels. Welche Bedeutung haben die Nerven?
Kruse F. E. Universitäts-Augenklink Heidelberg
Hintergrund: Das vermehrte Auftreten von Wundheilungsstörungen nach neuen Operationsverfahren wie z.B. LASIK oder Cataractoperationen in Tropfanästhesie hat das Interesse an der Rolle der Nerven bei der Wundheilung erneuert. Gleichzeitig betonen neuere Forschungsergebnisse die Wichtigkeit von Nervenwachstumsfaktoren für die korneale Wundheilung. Das Referat soll diese Entwicklungen auch in Hinblick auf therapeutische Möglichkeiten nachzeichnen. Methode: Präsentation eigener Ergebnisse und Literaturübersicht. Ergebnisse: Die Hornhaut ist das am dichtesten sensibel innervierte Gewebe und Störungen der Nervenversorgung bedingen Wundheilungsstörungen. Neurere anatomische Untersuchungen konnten den Verlauf der Nerven und die Art der kornealen Fasern exakt festlegen Neurotrophine, Gliazellfaktoren, Opioide Wachtsumsfaktoren und eine Vielzahl von Neurotransmittern werden nicht nur von Nerven freigesetzt, sondern teilweise auch von Hornhautzellen und sind für den Erhalt des Gewebes, insbesondere für die Wanderung von Hornhautepithelzellen von großer Bedeutung. Wachtstumsfaktoren wie NGF oder GDNF wurden in gentechnischer Präparation bereits erfolgreich zur Therapie von neurotrophen Ulcrea eingesetzt und bilden eine neue vielversprechende Gruppe von Pharmaka. Bis zu ihrer Einführung in die Klinik können Wundheilungsstörungen ersatzweise mit Serum behanelt werden. Schlussfolgerungen: Substanzen, die bisher vorzugsweise im Nervensystem beschrieben wur
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