Abstract
Abstract
Monochromatische Aberrationen und Pseudophakie
Jurkutat S., Schultze B., Strobel J. Augenklinik der FSU-Jena
Hintergrund: Das optische System des menschliches Auges hat neben sphärischen, astigmatischen und chromatischen Abbildungsfehler monochromatische Aberrationen höherer Ordnung, welche einer optimalen Bilderzeugung entgegenstehen. Sie können durch Wellenfrontanalyse erfasst und in Form von Zernikekoeffizienten dargestellt werden. Da sich die Brechfehler von Hornhaut und Linse ergänzen bzw. kompensieren, sind nach der Katarakt-Op Veränderungen der Gesamtaberrationen zu erwarten Methode: Es erfolgte die Wellenfrontanalyse mit dem WASCA-System (Carl Zeiss Meditec AG) bei alterskorreliert 19 Augen mit implantierter faltbare Silikonlinse (Typ 911A, Pharmacia GmbH), 18 Augen mit implantierter one-piece PMMA-Linse (Typ 808C, Pharmacia GmbH) und 24 gesunden Augen. Ergebnisse: Bei beiden Linsentypen kommt es zur Astigmatismusinduktion, repräsentiert durch den Zernikekoeffizienten Z2/2. Für die faltbare Silikon-IOL ergeben sich unsystematische geringfügig veränderte Aberrationen, lediglich die sphärische Aberration (Z4/0) steigt signifikant an. Die PMMA-Linse bietet ein heterogenes Bild mit Anstieg der Koeffizienten Z3/-3 und Z3/3 und ebenfalls der sphärischen Aberration Z4/0. Schlussfolgerungen: Durch die Katarkt OP mit Kleinschnittechnik wird eine Zunahme der sphärischen Aberration bewirkt, was für eine asphrärische Form der natürlichen Linse spricht. Den Anstieg der Koeffizienten Z3/-3 und Z3/3 nach Implantation der PMMA-Linse führen wir auf den größeren
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