Abstract
Abstract
Subakute beidseitige Erblindung fulminantes Begleitsymptom der Neuromyelitis optica (Devic-Syndrom)
Ratajczak A. P., Gräf M., Kaufmann H. Justus-Liebig-Universität Gießen, Universitäts-Augenklinik, Gießen
Hintergrund: Die Neuromyelitis optica NMO (syn.: Devic-Syndrom) ist eine seltene Form der erworbenen demyelinisierenden Erkrankungen des Zentralnervensystems, welche sich durch eine mon- oder binokulare Neuritis nervi optici, kombiniert mit diversen Querschnittssymptomen, sowie vegetativen Dysregulationen äußern kann und kontrovers als eigene Entität oder Borderline-Form der Multiplen Sklerose diskutiert wird. Kasuistik: Wir berichten über einen 35jährigen Patienten, welcher uns mit beidseitiger akuter Visusreduktion (initial LA>RA), sowie 2-tägigem Sehen von Pünktchen auf dem linken Auge einhergehend mit Kribbeln beider Fußsohlen und Miktionsstörungen vorgestellt wurde. Ursprünglich in eine benachbarte Neurologische Klinik eingewiesen, wurde dort bei plötzlich weiterer beidseitiger Visusreduktion auf Wahrnehmung von Konturen und wenige Stunden später aufgetretener Blasenentleerungsstörung ein suprapubischer Katheter angelegt und die sofortige Verlegung in die Neurologische Universitätsklinik mit späterer Vorstellung in unserer Ambulanz veranlasst. Methode: Wir dokumentierten eine sensible Querschnittsstörung (TH9) mit komplettem Harnverhalt, Paresen sowie aufsteigende Parästhesien bis TH1. Ophthalmoskopisch zeigte sich beidseits ein Papillenödem und eine amaurotische Pupillenstarre bei erloschenem VEP. Im Kontrastmittel-MRT des Rückenmarks
Zurück | Back
|