Abstract
Abstract
Vitrektomie zur Behandlung traumatischer Makulaläsionen im Kindesalter
Meier P., Wiedemann P. Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde der Universität Leipzig
Hintergrund: Vitreoretinale Eingriffe zur Behandlung traumatischer Makulaveränderungen sind im Kindesalter extrem selten. In der vorliegenden Studie berichten wir über unsere Ergebnisse nach makulachirurgischem Eingriff wegen Makulaforamen oder hämorrhagischer prämakulärer Zyste bei Terson- und Shaken-Baby-Syndrom. Methode: Im Zeitraum von November 1995 bis Oktober 2002 führten wir bei insgesamt 10 Augen von 9 Kindern im Alter von 7 Monaten bis 17 Jahren einen vitreoretinalen Eingriff wegen traumatisch bedingter Makulaläsionen durch. Indikationen zur Vitrektomie waren ein traumatisches Makulaforamen (4), eine prämakuläre hämorrhagische Zyste bei Terson- (4) und Shaken-Baby-Syndrom (2). Während der Vitrektomie erfolgte eine Rhexis der ILM unter Beachtung der operationstechnischen Besonderheiten kindlicher Augen. 4 Kinder wurden intensiv orthoptisch nachbetreut. Ergebnisse: Bei allen Patienten wurde eine Besserung des anatomischen Befundes erreicht, dies war mit zwei Ausnahmen mit einem Funktionsanstieg verbunden, der im Nachbeobachtungszeitraum von 6 Monaten bis 5 Jahren stabil blieb. Schlussfolgerungen: Besteht bei einem Kind die Indikation für eine makulachirurgischen Eingriff, so sollte dieser unverzüglich unter Beachtung der Besonderheiten kindlicher Augen erfolgen.
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