Abstract
Abstract
Orbitale vaskuläre Malformationen im venösen Stromgebiet
Jochem T., Lieb W. Universitäts-Augenklinik Würzburg
Hintergrund: 1998 wurde von der Orbita-Society eine neue Klassifikation orbitaler vaskulärer Malformationen basierend auf deren hämodynamische Verhältnisse vorgelegt.Die Einteilung erfolgt in vaskuläre Malformationen ohne Fluss, mit venösem Fluss und mit arteriellem Fluss. Insbesondere die Gruppe der venösen Malformationen wird klinisch häufig fehlgedeutet. Daher haben wir retrospektiv das Patientengut mit dieser Erkrankung an unserer Klinik analysiert. Methode: Retrospektiv wurden zwischen 1995 und 2003 sieben Patienten (3 männlich, 4 weiblich) mit venöser vaskulärer orbitaler Malformation identifiziert. Symptomatik, Diagnostik, Therapie und klinischer Verlauf wurden dokumentiert. Das Alter der Patienten schwankte zwischen 3 Monaten und 58 Jahren (Mittelwert 38,3 Jahre). Ergebnisse: Klinisch stand bei allen Patienten ein intermittierender Exophthalmus im Vordergrund. Drei Patienten zeigten gestaute episklerale Gefäße, zwei Patienten klagten über passager auftretende Diplopie. Die Mehrzahl der Patienten berichtete über Druckgefühl bis leichte Schmerzen bei Positionswechsel. Bei allen Patienten konnte die Diagnose durch A- und B-Bild Ultraschall, bzw. farbkodierte Dupplex-Sonograhie verifiziert werden. Fünf Patienten wurden kontinuierlich beobachtet ohne operative Maßnahmen, bei zwei Patienten wurden die orbitale Varix exzidiert. Schlussfolgerungen: Das Krankheitsbild der venösen Malformationen muss von arteriellen und venös-lymphatischen Malform
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