Abstract
Abstract
Chorioidales Effusionssyndrom mit exsudativer Ablatio retinae durch Thrombose der Vena ophthalmica superior bei einer Patientin mit APC-Resistenz
Nestler A., Foja C. Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Universität Leipzig
Hintergrund: Personen, die heterozygot für die Faktor V Leiden-Mutation (APC-Resistenz) sind, haben ein etwa 3- bis 6-fach höheres Risiko spontane venöse Thrombosen zu erleiden. Eine isolierte Thrombose der Vena ophthalmica superior wurde in diesem Zusammenhang bisher nicht beschrieben. Methode: Dargestellt wird der Fall einer 79jährigen Patientin, die wegen einer exsudativen Ablatio retinae an unsere Klinik überwiesen wurde. Ergebnisse: Der Visus auf dem betroffenen pseudophaken linken Auge betrug 0,1, an den vorderen Augenabschnitten fiel eine vermehrte Füllung episkleraler Gefäße auf. Ophthalmoskopisch zeigte sich eine Ablatio retinae von 3 über 6 bis 9 Uhr, die die Makula gerade erreichte. Ein Netzhautforamen konnte nicht gefunden werden. Sonographisch stellte sich die Aderhaut des betroffenen Auges deutlich verbreitert dar. Unter dem klinischen Verdacht einer venösen Abflussstörung erfolgte eine bildgebende Diagnostik. In der Magnetresonanztomographie wurde die Diagnose Thrombose der Vena ophthalmica superior links gestellt. Die internistische Diagnostik ergab eine Heterozygotie für die Faktor V Leiden Mutation (APC-Resistenz). Schlussfolgerungen: Eine isolierte Thrombose der Vena ophthalmica superior kann im Zusammenhang mit einer APC-Resistenz auftreten.
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