Abstract
Abstract
Lamelläre Keratoplastik und Amnionplastik bei Morbus Bowen
Walter S., Behrens-Baumann W. Universitäts-Augenklinik Magdeburg
Hintergrund: Unter präkanzerösen Läsionen werden Bindehaut und Hornhautveränderungen verstanden, die nicht nur klinisch einem Karzinom ähneln, sondern auch unbehandelt in ein solches übergehen können. Patientin: Eine 82 jährige Patientin wurde bei uns wegen eines großen Bindehaut - Hornhauttumor am linken Auge eingeliefert. Bereits 3 Jahre zuvor war an diesem Auge eine Katarakt-OP (auswärtig) mit Abtragung eines Pterygiums (auswärtiger histologischer Befund) erfolgt. Ergebnisse: Befunde: Spaltlampenmikroskopisch stellte sich ein großer sulziger Tumor dar, der von der Karunkel ausgehend beide nasale Hornhautquadranten bis ins Zentrum infiltrierte. Das Sehvermögen bertug am linken Auge cc 0,1. Es erfolgte eine Tumorexzision, eine lamelläre Keratoplastik (f 10mm) und eine Amnionplastik im Bereich des großen Bindehautdefektes. Das Sehvermögen stieg p.o. auf 0,2 cc an. Der histologische Befund ergab ein im Gesunden entferntes plattenepitheliales Carcinoma in situ (Morbus Bowen). Schlussfolgerungen: Die Kombination lamelläre Keratoplastik und Amnionplastik ermöglichte den Erhalt des Bulbus. Bei großen Bindehautdefekten scheint die Amnionmembran als Basalmembran eine schnelle Reepithelialisierung zu gewährleisten und erweitert somit das Spektrum der Möglichkeiten zur Wiederherstellung der Augenoberfläche.
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