Abstract
Abstract
Einseitige Mycobacterium-chelonae-Keratitis nach Laser-in-situ-Keratomileusis
Schöpfer D., Bühren J., Muller L., Kohnen T. Department of Ophthalmology, Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt/Main
Hintergrund: Infektionskeratitiden sind selten beschriebene Komplikationen nach refraktiver Hornhautchirurgie. Neben weit verbreiteten Erregern wie Staphylococcus aureus und Staphylococcus epidermidis müssen auch seltenere atypische Mykobakterien in Betracht gezogen werden. Methode: Kasuistik: Eine 52-jährige gesunde Patientin wurde aufgrund einer Hornhautinfiltration am linken Auge eine Woche nach extern durchgeführter bilateraler Laser-in-situ-Keratomileusis mit Verdacht auf Epitheleinwachsung oder Hornhautinfektion vorgestellt. Aufgrund des Nachweises von Mycobacterium chelonae mittels Abstrich und PCR, erfolgte die lokale Therapie mit Amikacin Augentropfen und Levofloxacin Augentropfen, sowie eine systemische Therapie mit Clarithromycin 2x500mg/d. Ergebnisse: Trotz der für eine Mycobacterium chelonae-Keratitis indizierten Therapie wurde bei zunehmender Einschmelzung im Interface und Ausbildung eines Hypopyons eine Flapamputation notwendig. Das andere Auge zeigte einen komplikationslosen Verlauf mit gutem unkorrigiertem Visus. Schlussfolgerungen: Bei Auftreten von Hornhautinfiltraten nach refraktiver Hornhautchirurgie sollte auch an atypische Infektionserreger gedacht werden.
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