Abstract
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Vaccinia-Virusinfektion des Auges
Carstens J., Kopf H., Kuhn H. J., Müller M., Schworm H. D., Fankhauser F. Augenklinik des Städtischen Klinikums Dessau
Hintergrund: Die systemische Infektion mit Variolavirus (Pocken) ist laut WHO seit 1977 ausgerottet, bekommt aber in letzter Zeit aufgrund der geopolitischen Lage eine neue Bedeutung. Seit Abbruch des Routineimpfprogrammes wurden keine impfassoziierten Erkrankungen mehr festgestellt. Methode: Wir berichten den Fall eines 41-Jährigen Patienten, der als Mitarbeiter eines Impfstoffwerkes akzidentell Vaccinia-Virus Impfstoff inokulierte. Ergebnisse: Der Patient bemerkte am 4. Tag nach Inokulation eine Rötung der nasalen Konjunktiva. Die initiale augenärztliche Behandlung erfolgte am 6. Tag aufgrund zunehmend ödematöser Lidschwellung. Am 9. Tag wurde der Patient in unserer Klinik erstmalig vorgestellt. Im Vordergrund standen zum Aufnahmezeitpunkt teils fibrinös belegte, pustulöse Veränderungen der Lidkante mit Lidödem und eine Konjunktivitis. Am 11.Tag entwickelte sich eine Keratopathie mit zentraler Erosio corneae. Die initiale Therapie erfolgte mit Zoliparin AS und im Anschluss mit Trifluridin Augentropfen. Die Vaccinia-Virus Infektion wurde mittels PCR nachgewiesen. Eine Abheilung der Oberflächenläsionen wurde ab dem 20. Tag beobachtet. Schlussfolgerungen: Aktuell wird in Deutschland über eine Vaccinia-Massenimpfung diskutiert. Der entsprechende Impfstoff wird in wenigen Werken verstärkt produziert. Dadurch steigt statistisch das Risiko einer direkten sowie sekundären Beteiligung des Auges und seiner Adne
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