Abstract
Abstract
Intraokularlinsen-Berechnung mittels optischer Biometrie (IOL-Master®) bei Patienten mit hoher Myopie
Rössler G. F., Dietlein T. S., Eichholtz C. D., Foerster A. M. H., Krieglstein G. K. Universität zu Köln, Zentrum für Augenheilkunde
Hintergrund: Bei Patienten mit hoher Myopie gestaltet sich die Berechnung der bei Katarakt-Operationen zu implantierenden Intraokularlinse mittels A-scan-Biometrie häufig schwierig. Ziel unserer retrospektiven Untersuchung war es zu prüfen, inwiefern die Linsenberechnung mit dem IOL-Master bei diesem Patientengut zuverlässige Ergebnisse liefert. Methode: Untersucht wurden 22 konsekutive, myope Augen mit einer Achsenlänge größer 26,5 mm (19 Pat., mittl. Alter: 63 ± 13 Jahre, mittl. präoperative Refraktion: 12,0 ± 4,4 dpt), die nach Biometrie mit dem Zeiss-IOL-Master® und Berechnung nach Haigis mit Phakoemulsifikation und Implantation einer Hinterkammerlinse operiert wurden. Die präoperative Zielrefraktion wurde mit der postoperativen objektiven und/oder subjektiven Refraktion verglichen. Ergebnisse: Die Messungen ergaben eine mittlere Achsenlänge von 28,5 ± 1,9 mm. Bei 19 Augen wich das postoperative sphärische Äquivalent um 1 dpt. oder weniger von der berechneten Zielrefraktion ab, bei 13 von ihnen lag die Differenz unter ± 0,5 dpt. Schlussfolgerungen: Die Berechnung der zu verwendenden Intraokularlinse mit dem Zeiss-IOL-Master® scheint verlässliche Ergebnisse bei Patienten mit hoher Achsenmyopie zu liefern. Weitere Untersuchungen im Hinblick auf den Vergleich mit der A-scan-Biometrie sollten folgen.
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