Abstract
Abstract
Okuläre Loa Loa Infektion mit Extraktion eines subkonjunktivalen Wurms
Schmack I., Fuchs H., Vargas L. G., Auffarth G. U. Universitäts-Augenklinik Heidelberg
Hintergrund: Eine 21-jährige, aus Kamerun stammende, seit 1½ Jahren in Deutschland lebende Patientin, stellte sich aufgrund eines seit 2 Wochen intermittierend auftretenden Fremdkörpergefühls am linken Auge vor. Augen- und Allgemeinanamnese waren bisher unauffällig gewesen. Methode: Befunde: Bei Erstvorstellung bestand ein mäßiger konjunktivaler Reizzustand (Chemosis, Hyperämie). Der übrige Augenbefund gestaltete sich altersentsprechend und unauffällig. Der Visus betrug bds. unkorrigiert 1,0. Spaltlampenmikroskopisch konnte subkonjunktival intermittierend ein weißlicher, hyperagiler, fadenförmiger Wurm beobachtet werden. Ergebnisse: Der Wurm wurde operativ entfernt. Zunächst topische Pilocarcpin- (1%) und Conjuncain-Applikation, dann Anschlingen des Wurms samt Konjunktiva mit Vicryl 7-0. Eröffnen der Bindehaut und Entwicklung des Wurms (5 cm) unter langsamer Lösung des Knotens mit der Bindehautpinzette. Einsendung ins Tropenmedizinische Institut Diagnose: Loa-Loa-Filarie. 3-wöchige Behandlung mit Albendazol (2x200 mg/d). Patientin hat sich zu weiteren Kontrolluntersuchungen und abschließenden DEC-Therapie nicht mehr vorgestellt. Schlussfolgerungen: Obwohl die Loa Loa Filariose ein in Europa selten zu beobachtendes Krankheitsbild darstellt, sollte sie differentialdiagnostisch insbesondere nach Tropenaufenthalten in West- und Zentralafrika bei unklaren okulären Reizzuständen in B
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