Abstract
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Risikoprofile bei der AMD: Was kann man Patienten empfehlen?
Hense H.-W. Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Institut für Epidemiologie und Sozialmedizin, Münster
Hintergrund: Fortschreitende AMD führt häufig zur Erblindung. Therapeutische Interventionen können die Progression aufhalten, aber eher selten den letztlichen Visusverlust verhindern. Aspekte der primären und sekundären Prävention sind deshalb aus der Sicht von Patienten und Public Health von großer potenzieller Bedeutung. Methode: In dem Vortrag wird eine Übersicht über die aktuelle Evidenz aus epidemiologischen Beobachtungs- und Interventionsstudien zu Aspekten der Prävention einer AMD gegeben. Ergebnisse: Stärkster Risikofaktor ist nach der aktuellen Datenlage immer noch das Rauchen. Die Befunde zur Bedeutung berufs- oder freizeit-bedingter hoher Lichtexposition sind eher schwach, was aber zum Teil auch methodisch bedingt sein könnte. Große Relevanz wird zur Zeit der Rolle der Antioxidanzien beigemessen. Allerdings ist die epidemiologische Datenlage hier recht inkonsistent, was aber ebenfalls durch methodisch recht starke Unterschiede einzelner Studien bedingt sein könnte. Die kürzlich abgeschlossene AREDS-Studie zeigte dagegen mit einer randomisierten, kontrollierten Intervention, dass durch die Gabe von Antioxidanzien und Zink zumindest eine Verlangsamung der Progression der frühen Formen zu den klinisch relevanten AMD-Stadien signifikant verzögert werden kann. Eine andere Studie, die nur Vitamin E randomisiert applizierte, fand dagegen keine Hinweise auf eine protektive Wirkung. Schliesslich
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