Abstract
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Epidemiologie der Myopie und klinische Konsequenzen der bisherigen Forschung
Schaeffel F. Sektion für Neurobiologie des Auges, Universitäts-Augenklinik, Abt. II, Tübingen
Hintergrund: Untersuchungen an Tiermodellen haben Hinweise auf mögliche Mechanismen der Myopieentstehung beim Menschen gegeben. Diese Untersuchungen haben verschiedene Studien bei Kindern angeregt. Methode: Stammbaumanalysen, Statische Analysen, verschiedene Brillenkorrekturparadigmen. Ergebnisse: Myopie ist in den Industrienationen sehr viel häufiger. Die Zunahme in den letzten Jahrzehnten kann nicht auf Änderungen des genetischen Hintergrunds zurückgeführt werden, sondern muss umweltbedingt sein. Untersuchungen der Vererbbarkeit (Eltern-Kinder Korrelationen, Zwillingsstudien) zeigen einen starken genetischen Einfluss, der kürzlich auf 80% geschätzt wurde. Damit bleiben jedoch 20% visueller Einfluss. Wenn man annimmt, dass der nachgewiesene Zusammenhang zwischen Naharbeit und Myopie durch die Unterakkommodation beim Lesen vermittelt wird, müsste jedes Verfahren, das die Unterakkommodation verringert, vorteilhaft sein. Große Studien aus den letzten Jahren zeigen das Gleitsichtgläser, die die Unterakkommodation verringern oder sogar umkehren, tatsächlich die Myopieprogression verringerten (COMET Studie, ca. 17% weniger Progression, und andere). Überkorrektur hatte keine signifikante Wirkung aber eine kürzliche Untersuchung behauptete, dass Unterkorrektur die Myopieprogression verstärke. Diese überraschende Beobachtung passt nicht zu den Ergebnissen von Tiermodellen. Harte Kontaktlinsen solle
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