DOG 2009

DOG-Kongress 2009 Rückblick

Mit mehr als 4 500 Teilnehmern aus 52 Ländern ging am 27. September 2009 im Congress Center Leipzig der 107. Kongress der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) zu Ende. Die sächsische Metropole stand damit vier Tage lang voll und ganz im Zeichen der Augenheilkunde. Unter dem Motto „Lebenslang gut sehen – weil Augenärzte forschen, lehren, heilen und
helfen“ diskutieren die Kongressteilnehmer neue diagnostische Strategien und Therapien, die dazu beitragen, gutes Sehen bis ins hohe Alter zu gewährleisten.

Das wissenschaftliche Programm des 107. DOG-Kongresses umfasste insgesamt 984 Präsentationen. „Damit ist es uns erneut gelungen, das gesamte Spektrum der Augenheilkunde abzudecken und den Kongressteilnehmern ein spannendes und informatives Programm zu bieten“, sagt Professor Dr. Peter Wiedemann, Präsident des 107. DOGKongresses und Direktor der Universitäts-Augenklinik Leipzig. „Dass dieses bei den Besuchern gut angekommen ist, zeigen die hohen Teilnehmerzahlen“, so Wiedemann weiter.

Schwerpunktthemen des 107. DOG-Kongresses waren chirurgische Eingriffe am Auge sowie neue diagnostische Verfahren, zum Beispiel beim Glaukom. Zudem wurden neueste Erkenntnisse und Ergebnisse aus der Grundlagenforschung vorgestellt. Neben den Bereichen Wundheilung und retinale Zellbiologie konnten sich die Kongressteilnehmer hier auch über die Bedeutung der künstlichen Hornund Netzhaut informieren. Neu auf dem Programm standen in diesem Jahr gemeinsame Symposien der DOG mit der American Academy of Ophthalmology (AAO), der Chinese Ophthalmological Society (COS) und der Academia Ophthalmologica Internationalis (AOI). Auch die Keynote Lectures herausragender internationaler Experten, die 2008 eingeführt wurden, waren erneut ein zentraler Programmpunkt. So referierten Gregory S. Hagemann, Ph.D., University of Iowa/USA, zur altersabhängigen Makuladegeneration und George W. Aylward, MD, London, zur Netzhautablösung. Im Rahmen der Von-Graefe-Vorlesung stellte Professor Dr. med. Günther K. Krieglstein, Direktor der Universitäts-Augenklinik Köln und Von-Graefe-Preisträger, innovative Ansätze in der Glaukomchirurgie vor.

Ein Patientensymposium der Selbsthilfeorganisation Pro Retina Deutschland ergänzte die wissenschaftlichen Vorträge und Kurse.
Patienten, Angehörige und interessierte Bürger konnten sich hier zum Thema Netzhautdegenerationen informieren. Auf einer umfangreichen Industrieausstellung mit 2 020 m² Ausstellungsfläche präsentierten zudem über 100 Firmen die neuesten technologischen Entwicklungen aus der Ophthalmologie. Der nächste DOG-Kongress findet – ebenso wie die Augenärztliche Akademie Deutschland (AAD) –unter dem Dach des World Ophthalmology Congress (WOC®) in Berlin statt. Dieser bietet
seinen Teilnehmern vom 3. bis zum 9. Juni 2010 im Berliner ICC ein umfangreiches wissenschaftliches Programm.