Pressemeldungen 2014

Wenn Silvester ins Auge geht
Augenärzte fordern Schutzbrille gegen Feuerwerk

München, Dezember 2014 – Raketen und Böller sind gefährlich: Ein Fünftel aller Verletzungen durch Feuerwerkskörper betrifft die Augen, mahnt die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG). Die Folgen sind mitunter schwerwiegend, bis hin zur Erblindung. Die DOG rät deshalb mit Blick auf den Jahreswechsel zur Vorsicht im Umgang mit Knallkörpern und bemängelt das gelockerte Sprengstoffgesetz. Seit dessen Novelle haben die Verletzungen zugenommen.
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Kurzsichtige Kinder
Augentropfen mit Atropin mindern frühe Sehschwäche

München, Dezember 2014 – Geringe Mengen des medizinisch vielfach eingesetzten Nervengifts Atropin können kurzsichtigen Kindern gegen ihre Sehschwäche helfen, berichten Wissenschaftler in der Fachzeitschrift „American Journal of Ophthalmology“. Experten der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) sehen in diesen Ergebnissen einen ergänzenden Weg, das Fortschreiten von Kurzsichtigkeit bei Kindern und Jugendlichen zukünftig einzudämmen.
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Schon ein Bier verschlechtert die Nachtsicht – Augenärzte raten zu gänzlich nüchternen Autofahrten

München, Oktober 2014 – Dass schon geringe Mengen Alkohol den Sehsinn „vernebeln“, belegen Augenärzte jetzt wissenschaftlich: Das in alkoholischen Getränken enthaltene Ethanol stört den natürlichen Tränenfilm des Auges, so eine spanische Studie. Dies verschlechtert das Sehvermögen bei Nacht und erhöht die Licht- und Blendempfindlichkeit. Alkoholische Getränke beeinträchtigen also nicht nur generell das Reaktionsvermögen des Fahrers, sondern wirken auch direkt auf die Augen. Diese Effekte treten schon nach Verzehr geringer Mengen Alkohol auf und schränken die Fahrtüchtigkeit ein. Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft(DOG) rät Autofahrern deshalb, insbesondere vor nächtlichen Fahrten gänzlich auf alkoholische Getränke zu verzichten.
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Neuer Vorstand bei der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft – Bartz-Schmidt ist Präsident für 2014/2015

Berlin, Oktober 2014 – Professor Dr. med. Karl Ulrich Bartz-Schmidt ist neuer Präsident der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG). Der Ärztliche Direktor der Universitäts-Augenklinik am Department für Augenheilkunde in Tübingen löst turnusgemäß Professor Dr. med. Johann Roider ab, Direktor der Augenklinik am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel. Weitere Ämter in Präsidium und Gesamtpräsidium der DOG wurden zum 1. Oktober neu besetzt. Der neue Vorstand nimmt damit seine Arbeit auf.
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DOG 2014: Wissenschaft und Diskussion auf höchstem Niveau – Kongress der deutschen Augenheilkunde in Leipzig

Berlin – Mehr als 4100 Teilnehmer besuchten die DOG 2014, die am 28. September in Leipzig zu Ende ging. Unter dem Motto „Qualifikation verpflichtet!“ diskutierten Augenärzte aus 83 Ländern neue wissenschaftliche Erkenntnisse. Neben Highlights wie den Keynote Lectures fand das neue Format „DOG Kontrovers“ regen Zuspruch. Erstmals hatte die DOG die zehn besten Studierenden eingeladen. Benefiz-Aktionen brachten mehr als 10 000 Euro an Spenden ein.
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Neuregelung zu Netzhauterkrankungen lückenhaft
Augenärzte warnen vor Qualitätsmängeln und Gefährdung der Patientensicherheit

München, Oktober 2014 – Seit dem 1. Oktober 2014 dürfen niedergelassene Augenärzte Netzhauterkrankungen wie die altersabhängige Makuladegeneration gegen Vorlage der Versichertenkarte mit Injektionen behandeln. Die neue Regelung soll die Abläufe vereinfachen, weise jedoch gravierende medizinische Mängel auf, kritisiert die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG). So ist zur Kontrolle der Therapie lediglich eine Fluoreszenzangiographie (FLA) am Beginn der Behandlung vorgesehen. Diese Untersuchung mit einem Kontrastmittel sei allein nicht aussagekräftig genug und für Patienten belastend, warnt die Fachgesellschaft. Zudem sei eine Kontrolle in den Folgejahren gar nicht vorgesehen.
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DOG 2014: Gesunder Lebensstil schützt vor grünem Star:
Bluthochdruck, Übergewicht und Schlaf-Apnoe schaden den Augen

Berlin, 25. September 2014 – Gefäßverkalkung, Übergewicht, Nikotin und Schlafapnoe schädigen nicht nur das Herzkreislaufsystem, sondern auch die Augen. So zeigt eine Untersuchung, dass jeder zweite Glaukom-Patient an Bluthochdruck, jeder dritte an einem erhöhten Blutfettspiegel oder Diabetes leiden. Gesunde Ernährung und Bewegung sollten demnach auch ein Rezept gegen Augenleiden sein, rät die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG). Laufen oder Fahrradfahren kann den Augeninnendruck vorübergehend senken und somit das Risiko für einen fortschreitenden Sehnervenschaden vermindern. Welche Risikofaktoren zur Entstehung eines Glaukoms beitragen und was das für die Behandlung bedeutet, erklärten Experten auf einer Pressekonferenz während des Kongresses der DOG am 25. September in Leipzig.
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DOG 2014: Netzhaut-Chip „Made in Germany”
Blinde können wieder Schwarzweiß-Bilder sehen

Berlin – Ein Netzhaut-Chip kann Blinden, die an Retinitis Pigmentosa erkrankt sind, das Augenlicht zurückgeben. Ein Kamera-Chip, den ein Forschungsteam an der Universitätsaugenklinik Tübingen entwickelt hat, wird unter die Netzhaut eingesetzt und liefert Schwarzweiß-Bilder mit einer Auflösung von 1500 Pixeln. Erste Ergebnisse einer internationalen Studie zeigen, dass siebzig Prozent der Implantierten von der Sehprothese profitieren. Ein Viertel der Patienten kann demnach alltägliche Gegenstände wie Besteck oder Fenster identifizieren, ein weiteres Viertel sogar Details wie Buchstaben, Uhrzeit oder Gesichtsausdrücke erkennen. „Ein Beispiel für medizinische High-Tech made in Germany“, sagt Professor Dr. med. Johann Roider, Präsident der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG). Die DOG stellte die Ergebnisse zum Netzhaut-Implantat auf der Vorab-Pressekonferenz ihres 112. Kongresses vor. Die Therapie wird in sechs deutschen Städten angeboten.
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Blendattacken auf Piloten
Schäden von Laserpointern schwer nachzuweisen

Berlin, 16. September 2014 – Seit Jahren nimmt die Zahl von Blendattacken mit Laserpointern auf Flugzeugpiloten weltweit zu. In 90 Prozent der Fälle werden Pointer im grünen Wellenlängenbereich benutzt, deren Leistung sich unter der Fünf-Milliwatt-Grenze bewegt. Der Nachweis von organischen Verletzungen im Auge ist bei diesen geringen Energiestärken schwierig, erklärt die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) im Vorfeld ihres 112. Kongresses. Anders verhält es sich im Fall von hochenergetischen Lasern, die als Kriegswaffen eingesetzt werden. Welche Schäden durch Laserlicht am und im Auge entstehen können, erläutern DOG-Experten auf einer Vorab-Pressekonferenz am 18. September in Berlin.
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DOG 2014: Makuladegeneration in Kliniken bald nicht mehr behandelbar?
Augenärzte warnen vor dramatischem Versorgungsengpass ab Oktober

Berlin – Bei der Behandlung von Patienten mit feuchter altersabhängiger Makuladegeneration (AMD) und anderen Makulaerkrankungen könnte es bald zu dramatischen Engpässen kommen. Davor warnt die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG). Hintergrund: Ab 1. Oktober wird die Spritzentherapie in den einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) aufgenommen und damit reguläre Kassenleistung bei niedergelassenen Augenärzten. Krankenhäuser und Universitätskliniken können die Behandlung jedoch nicht über den EBM und damit kostendeckend abrechnen. Bestehende Verträge mit den Universitäten wurden von Seiten der Krankenkassen zum 1. Oktober teilweise schon gekündigt. „Damit stehen 40 Prozent der Patienten ohne Behandler da“, warnt Professor Dr. med. Johann Roider, Präsident der DOG. Die Fachgesellschaft fordert, die Therapie in den Leistungskatalog für ambulantes Operieren aufzunehmen bzw. Einzelverträge abzuschließen und somit für Krankenhäuser abrechnungsfähig zu machen. Andernfalls drohe neben einer eklatanten Versorgungslücke das Aus für die klinische AMD-Forschung in Deutschland, zudem gerate die augenärztliche Ausbildung in Gefahr. AMD und Spritzentherapien sind ein zentrales Thema auf der Kongress-Pressekonferenz, die am 25. September in Leipzig stattfindet.
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Richtig tropfen beim grünen Star
Medikamente zunächst nur in ein Auge geben

Berlin – In Deutschland leiden 800.000 Menschen unter grünem Star. Etwa 80 Prozent der Glaukom-Patienten werden mit Medikamenten behandelt, die den Augeninnendruck senken sollen. Um den Effekt der Therapie besser beurteilen zu können, sollten die Tropfen zunächst nur in ein Auge verabreicht werden. Darauf weist die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) anlässlich ihres 112. Kongresses hin, der vom 25. bis 28. September 2014 unter dem Motto „Qualifikation verpflichtet!“ in Leipzig stattfindet. Welche Verbesserungen es bei der Therapie des Glaukoms gibt, ist Thema einer Reihe von Kongress-Symposien.
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Abi und Studium schlecht für die Augen
Kurzsichtigkeit wächst mit dem Bildungsgrad

München, September 2014 – Wer länger lernt braucht eine stärkere Brille – zu dieser Schlussfolgerung kommt eine Studie der Universitätsmedizin Mainz. Ein hoher Bildungsgrad und viele Schuljahre gehen mit häufigerer und stärkerer Kurzsichtigkeit einher, so berichten Wissenschaftler in der Fachzeitschrift „Ophthalmology“. Mögliche Ursachen seien Lesen, der Blick auf den Computer und ein Mangel an Tageslicht. Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) rät Schülern und Studenten deshalb zu Lernpausen für die Augen und regelmäßigem Aufenthalt im Freien.
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DOG 2014: Injektionen ins Auge
Jod statt Antibiotika zum Schutz vor Infektionen

Berlin – Antibiotika in Augentropfen fördern die Entwicklung von resistenten Bakterien in der Bindehaut. Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) rät deshalb zum zurückhaltenden Einsatz. Selbst bei Injektionen in den Augapfel kann eine Jodspülung vor dem operativen Eingriff Patienten besser vor Infektionen schützen als antibiotische Tropfen nach der Operation. Auch bei der Behandlung von akuten Bindehautentzündungen kann meist zunächst auf antibiotische Augentropfen verzichtet werden. Der Gebrauch von Antibiotika unter anderem bei der Injektionstherapie zur Behandlung der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) ist ein Schwerpunktthema auf dem 112. Kongress der DOG, der vom 25. bis 28. September 2014 in Leipzig stattfindet.
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RCS ist die „Managerkrankheit“ des Auges

Berlin, August 2014 – Zu viel Stress im Privatleben oder am Arbeitsplatz kann Sehstörungen auslösen. Wenn ein grauer Fleck im Gesichtsfeld erscheint, Gegenstände verzerrt gesehen werden, das Lesen schwerfällt und die Farben nicht mehr stimmen, sollten Betroffene den Augenarzt aufsuchen. Dazu rät die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) anlässlich ihres 112. Kongresses, der vom 25. bis 28. September 2014 unter dem Motto „Qualifikation verpflichtet!“ in Leipzig stattfindet. Denn die Retinopathia centralis serosa (RCS), wie Augenärzte die „Managerkrankheit“ des Auges nennen, kann zu langen Ausfallzeiten im Beruf führen.
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Viele Augenkrankheiten sind Volkskrankheiten – hohe Kosten für die Gesellschaft

München, Juli 2014 – Die Folgen von Augenerkrankungen belasten die deutsche Volkswirtschaft mit bis zu zwölf Milliarden Euro im Jahr. Noch immer würde die Bedeutung von Augenleiden für Gesundheitssystem und Gesellschaft unterschätzt, stellen Experten der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) fest.
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Hornhauttransplantationen mit weniger Nebenwirkungen
Neues Antibiotikum könnte Kortison einsparen

München, Juli 2014 – Ein häufig in Augentropfen verwendetes Antibiotikum kann mehr als nur Bakterien bekämpfen. Neue Ergebnisse der Grundlagenforschung zeigen: Azithromycin hemmt Immunzellen und könnte deshalb die Erfolgschancen von Hornhauttransplantationen steigern. Vor einem routinemäßigen Einsatz sind nach Einschätzung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) jedoch klinische Studien erforderlich.
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DOG warnt: Farbratten übertragen Kuhpockenviren und verursachen gefährliche Augenentzündungen

München, Mai 2014 – Halter von Farbratten laufen Gefahr, sich bei den Tieren mit dem Kuhpockenvirus anzustecken. Deutsche Kliniken berichten in jüngster Zeit wiederholt von Patienten, die nach Kontakt mit den als Haustier gehaltenen Ratten an Kuhpocken erkranken. Neben dem für Kuhpocken typischen Hautausschlag ruft der Erreger bei Menschen in seltenen Fällen schwere Entzündungen der Hornhaut des Auges hervor, die bis zur Erblindung führen kann. Die Deutsche Gesellschaft für Ophthalmologie (DOG) rät Besitzern von Farbratten deshalb zur Vorsicht.
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Wenn beim Autofahren die Kontraste verschwimmen
Nachtfahreignung durch Augentest prüfen

München – Zur kalten Jahreszeit behindern schlechte Sichtverhältnisse, Regen und Nebel viele Autofahrer. Eine Sehschwäche erschwert dies zusätzlich, insbesondere bei Fahrten im Dunkeln. Studien zeigen, dass schlechte Sicht das Unfallrisiko bei Nacht deutlich erhöht. Seit Juli 2011 schreibt die Fahrerlaubnisverordnung (FeV) deshalb die ärztliche Prüfung des Dämmerungs- oder Kontrastsehens und für Augenärzte auch die der Blendempfindlichkeit vor. Jeder Führerscheinbewerber, der den Sehtest nicht besteht, muss sich vom Augenarzt untersuchen lassen. Auch für Nutzfahrzeugführer wie Bus- oder Lkw-Fahrer ist dies Pflicht. Neue Tests geben jetzt mehr Klarheit über die Nachtfahreignung, so die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG). Erreicht eine Testperson die Grenzwerte nicht, könnten Augenärzte den meisten Betroffenen helfen. Zunächst gelte es, etwa durch Brillen oder Medikamente, das Nachtsehen zu verbessern.
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