Pressemeldungen 2015

Kinder: Sehfehler oft Ursache für Lese-Rechtschreib-Probleme
Bei Verdacht auf Legasthenie erst zum Augenarzt

München, November 2015 – Nicht jede Leseschwäche bei Schulkindern ist zwangsläufig eine Lese- und Rechtschreibstörung (LRS), auch Legasthenie genannt. Oft liegt es an den Augen, und eine Brille kann die Fehlsichtigkeit ausgleichen. Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) rät deshalb bei Verdacht auf eine LRS zu einer augenärztlichen Untersuchung. Auch bei einer bestehenden Legasthenie kann eine Sehstörung die Symptome zusätzlich verstärken. Empfehlungen für die Diagnostik und Behandlung einer LRS gibt eine Leitlinie, an der die DOG mitgewirkt hat.
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DOG 2015: Interaktive Wissensvermittlung stark gefragt –
Rekordbeteiligung bei der DOG 2015

Berlin, Oktober 2015 – Die DOG 2015 endet nicht nur als wichtigster wissenschaftlicher deutschsprachiger Kongress in der Augenheilkunde, sondern auch als der größte: Mehr als 4.850 Teilnehmer informierten sich unter dem Motto „Augenheilkunde – grundlagenbasiert und interdisziplinär“ vom 1. bis 4. Oktober in Berlin über neue wissenschaftliche Erkenntnisse aus Diagnostik und Therapie, so viele wie noch nie. Die Augenärzte reisten aus 72 Ländern an. Neben wissenschaftlichen Highlights wie den Keynote Lectures fanden vor allem interaktive Formate großen Zulauf. Auch das Rahmenprogramm war sehr gefragt.
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DOG 2015: Kongress-Pressekonferenz anlässlich des 113. Kongresses der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG)

Termin: Donnerstag, 1. Oktober 2015, 12.30 bis 13.30 Uhr
Ort: Estrel Congress & Messe Center Berlin, Raum Paris (Erdgeschoss)
Anschrift: Sonnenallee 225, 12057 Berlin
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DOG Kongress 2015: Wenn die Augen nicht mehr mitspielen
Bei Grünem Star auch tagsüber mit Licht Auto fahren

Berlin, September 2015 – Altersbedingte Makuladegeneration, Grüner Star und Morbus Alzheimer führen zu Einbußen bei der visuellen Wahrnehmung. Gestörte Reaktionsfähigkeit, falsche Einschätzung von Geschwindigkeiten, blinde Flecken im Gesichtsfeld sowie verminderte Sehschärfe bei Tag und in der Dämmerung sind häufige Folgen. Autofahren kann dann zur Gefahr werden. Was Betroffene und Angehörige tun können, um die Sicherheit im Verkehr zu erhöhen, erklären Experten anlässlich des bevorstehenden Kongresses der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG).
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DOG Kongress 2015: Sehschwäche bei Kindern Smartphone & Co: Experten erwarten deutlichen Anstieg der Kurzsichtigkeit

Berlin, September 2015 – Ganze Schulklassen voller Brillenträger? Augenärzte rechnen in Deutschland mit einem deutlichen Anstieg von Kurzsichtigkeit bei Kindern. Ursachen sind vermutlich veränderte Spiel- und Freizeitaktivitäten. Warum der Nachwuchs mehr Spielplatz und weniger Smartphone braucht und welche Augentropfen vor dicken Brillengläsern schützen können, erläutern Experten auf der Vorab-Pressekonferenz zum diesjährigen Kongress der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG).
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Augenheilkunde kommt im Studium zu kurz – DOG sieht augenärztliche Versorgung bedroht

München, September 2015 – Der derzeit geplante „Masterplan Medizinstudium 2020“ der Bundesregierung geht zulasten der Augenheilkunde, mahnt die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG). Das Ziel des Plans, den Fachbereich Allgemeinmedizin im Studium zu stärken dürfe nicht auf Kosten wichtiger Spezialgebiete gehen, so die DOG. Insbesondere die Augenheilkunde müsse stärker gefördert werden als bisher. Denn Erkrankungen, die das Augenlicht gefährden, nehmen in den nächsten Jahren weiter zu. Sehschwächen und Blindheit machen viele Menschen hilflos – was auch erhebliche Kosten für das Gesundheitssystem bedeutet.
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Schwangerschaft und Stillzeit
Augenmedikamente meist ungefährlich, Sehverschlechterung bildet sich zurück

Berlin – Augentropfen und -salben können in der Regel während Schwangerschaft und Stillzeit angewendet werden. So können werdende Mütter etwa Herpes, bakterielle Entzündungen oder Allergien am Auge behandeln, ohne gesundheitliche Nachteile für das Kind zu befürchten. Entwarnung geben Experten auch für Sehverschlechterungen, die sich bei vielen Schwangeren einstellen. Kurzsichtigkeit und Kontaktlinsenunverträglichkeit bilden sich nach der Entbindung meist von selbst wieder zurück, betont die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) im Vorfeld ihres 113. Kongresses. Mit Fragen zu Medikamenten können sich Schwangere an spezielle Beratungszentren wenden.
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DOG Kongress 2015: Multiple Sklerose – Warum die Erkrankung oft zuerst zum Augenarzt führt

Berlin, September 2015 – Plötzlich schmerzt ein Auge, wenn es bewegt wird, wenige Tage später folgt eine Sehverschlechterung. Mit solchen Beschwerden kann sich eine Multiple Sklerose bemerkbar machen, an der in Deutschland jährlich etwa 2.500 Menschen erkranken, davon 70 Prozent Frauen im Alter zwischen 15 und 45 Jahren. Auf der Vorab-Pressekonferenz zum 113. Kongress der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) erläutern Experten, warum die Erkrankung häufig beim Augenarzt erkannt wird.
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DOG 2015: Vorab-Pressekonferenz anlässlich des 113. Kongresses der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG)

Termin: Donnerstag, 24. September 2015, 11.00 bis 12.00 Uhr
Ort: Tagungszentrum im Haus der Bundespressekonferenz, Raum 1/2
Anschrift: Schiffbauerdamm 40/Ecke Reinhardtstraße 55,
10117 Berlin-Mitte
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DOG 2015: Organkulturen als Ersatz
Viele Tierversuche in der Augenheilkunde verzichtbar

Berlin – Experten halten viele Tierversuche in der Augenheilkunde für überflüssig. Stattdessen könnten viele neue Medikamente an Netzhäuten geschlachteter Rinder und Schweine erprobt werden. Inwieweit Experimente an Mäusen, Ratten und Kaninchen verzichtbar sind und welche Alternativen infrage kommen, diskutieren Experten auf dem 113. Kongress der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG). Die Tagung findet vom 1. bis 4. Oktober 2015 in Berlin statt.
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Bluthochdruck setzt auch Augen unter Druck.
Therapie des Grünen Star braucht ärztliche Zusammenarbeit

München, Juni 2015 – Jeder zweite Patient mit Glaukom, auch als Grüner Star bekannt, leidet außerdem an Bluthochdruck. Aktuelle Studien weisen darauf hin, dass die Hochdrucktherapie die Entstehung eines Glaukoms fördern kann: Insbesondere Medikamente, die zu einem starken nächtlichen Abfall des Blutdrucks führen, können Sehnerv und Netzhaut schädigen. Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) und die Deutsche Hochdruckliga (DHL®) befürworten eine enge Zusammenarbeit zwischen Augenärzten, Hausärzten und Hypertensiologen, um beide Erkrankungen langfristig optimal zu behandeln.
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DOG 2015: Erste Gentherapie startet in Deutschland
Neue Hoffnung im Kampf gegen seltene Augenleiden

Berlin, August 2015 – An der Augenklinik der Universität Tübingen erhalten voraussichtlich noch in diesem Jahr Patienten mit der seltenen Augenerkrankung Choroideremie eine Gentherapie. Für die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) markiert der Versuch den Beginn einer neuen Ära. Die Fachgesellschaft der deutschen Augenärzte erwartet die Entwicklung weiterer Gentherapien, die deshalb auch ein Schwerpunkt des diesjährigen DOG-Kongresses sind. Die Tagung findet vom 1. bis 4. Oktober 2015 in Berlin statt.
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Schwimmbadkeime gefährlich für die Augen
Schwimmbrille verhindert Infektionen

München, Juli 2015 – Bakterien verursachen 80 Prozent aller infektiösen Hornhauterkrankungen am Auge. Als möglicher Übertragungsort gilt das Schwimmbad – insbesondere in der Badesaison. Denn trotz des Chlors im Badewasser sammeln sich Schmutzpartikel und Keime im Becken. Diese können in Hornhaut und Bindehaut des Auges eindringen und dort Entzündungen verursachen. Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) rät deshalb, zum Baden eine gut sitzende Schwimmbrille zu tragen und auf Kontaktlinsen zu verzichten. Bei anhaltenden Beschwerden sollten Betroffene den Augenarzt aufsuchen.
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Kinderaugen telemedizinisch untersuchen
Sehkraft von Frühgeborenen bewahren

München, Juni 2015 – In Deutschland werden jährlich etwa 4 000 Kinder mit weniger als 1 500 Gramm Geburtsgewicht geboren, noch vor der 32. Schwangerschaftswoche. Je früher sie zur Welt kommen, umso größer ist ihr Risiko, eine schwere Augenerkrankung zu entwickeln. Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) rät deshalb zu regelmäßigen augenärztlichen Kontrollen bei „Frühchen“, um Sehschäden oder Erblindung zu verhindern. In ländlichen Regionen ohne spezialisierte Behandlungszentren können dabei telemedizinische Projekte helfen.
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Sehbehindertentag: Altersabhängige Makula-Degeneration – die „unbekannte“ Volkskrankheit

München, Juni 2015 – Die altersabhängige Makula-Degeneration (AMD) ist eine der am weitesten verbreiteten Augenerkrankungen in Deutschland und eine der häufigsten Ursachen für schwere Sehbeeinträchtigungen bis hin zur Erblindung. Dennoch ist die Krankheit nicht einmal jedem zehnten Deutschen bekannt, wie eine Umfrage von TNS Emnid gezeigt hat und aktuelle Studien bestätigen. Das AMD-Netz, der Berufsverband der Augenärzte (BVA), der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV), die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) und PRO RETINA Deutschland betrachten dieses Ergebnis mit Sorge: Denn Früherkennung und Vorsorge sind bei AMD entscheidend, um schwere Seheinschränkungen zu vermeiden. Auch ein gesunder Lebensstil kann einer AMD vorbeugen. Gemeinsam sprechen sich die Organisationen zum Sehbehindertentag am 6. Juni dafür aus, dass dem Krankheitsbild mehr Aufmerksamkeit in Prävention, Versorgung und Forschung zuteilwerden muss.
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Viel Licht setzt Neurotransmitter Dopamin in der Netzhaut frei
Spielen im Freien schützt vor Kurzsichtigkeit

Bochum, April 2015 – Etwa jeder vierte Bundesbürger ist kurzsichtig – Tendenz steigend. Die sogenannte Myopie nimmt in vielen Staaten Europas, Amerikas und besonders stark in Südostasien geradezu epidemische Züge an. Dabei lässt sich der Fehlsichtigkeit womöglich relativ einfach vorbeugen: Mehrere Studien haben ergeben, dass Kinder umso seltener eine Kurzsichtigkeit entwickeln, je häufiger und länger sie sich im Freien aufhalten. Helles Licht fördert die Freisetzung von Dopamin in der Netzhaut und verhindert das Längenwachstum des Augapfels, erklären die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) und die Deutsche Gesellschaft für Ophthalmologie (DOG) anlässlich eines Fachartikels in Nature.
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Wenn Heuschnupfen „ins Auge geht“
DOG: Vorbeugen verhindert das Schlimmste

München, April 2015 – Etwa 15 Prozent der Deutschen leiden an Heuschnupfen. Neben einer laufenden Nase und Atemwegsproblemen leiden viele auch unter juckenden und tränenden Augen oder sogar einer allergischen Bindehautentzündung. Medikamente bieten schnelle Linderung bei akuten Heuschnupfenbeschwerden. Diese helfen am besten, wenn Betroffene sie frühzeitig und regelmäßig einnehmen, so der Rat der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG). Darüber hinaus sollten Allergiker den Kontakt mit Pollen weitestgehend meiden. Dabei helfen einfache Tipps.
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Sonnenfinsternis 2015
DOG warnt: Nur mit Spezialbrille in den Himmel blicken

München, 19. März 2015 – Irreparable Netzhautschäden und der Verlust der Sehkraft drohen, wenn die die für den 20. März angekündigte partielle Sonnenfinsternis ohne Spezialbrille verfolgt wird. Insbesondere Lehrer sollten dafür Sorge tragen, dass ihre Schüler dieses Naturschauspiel nur mit einer Schutzbrille mit erkennbarem CE-Zeichen verfolgen. Darauf weist die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) wegen zahlreicher Anfragen hin. Denn das Gefährliche ist, dass Netzhautschäden zunächst keine Schmerzen verursachen – sie werden erst dann wahrgenommen, wenn es bereits zu spät ist.
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Vitamine und Zink wirksam gegen Augenleiden AMD
Augenärzte warnen vor Selbstmedikation

München, Februar 2015 – Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln kann das Fortschreiten der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) in bestimmten Fällen verzögern. Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) empfiehlt die Mittel nur in ausgewählten Stadien der Erkrankung und warnt in einer Stellungnahme vor Selbstmedikation. Zum Schutz vor AMD empfiehlt die DOG im Übrigen gesunde Ernährung und zur Früherkennung regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Augenarzt.
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Kunstlinse bei Grauem Star- Studie belegt: Übung macht den Meister

München, Januar 2015 – Mindestens 300 Operationen sollte ein Augenarzt unter Aufsicht durchgeführt haben, bevor er eigenständig eine Linsentrübung des Auges operiert, den so genannten Grauen Star. Diese Empfehlung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) untermauert jetzt eine Freiburger Studie – die erste dieser Art. Danach wächst das Können mit der Zahl der Eingriffe, die ein Nachwuchsarzt durchführt. Die DOG wertete die Ergebnisse als Argument für die Einführung festgelegter Eingangskriterien für Operateure in der Augenheilkunde.
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