Forschungslandkarte für die Augenheilkunde in Deutschland

Seit ihrer Gründung im Jahr 1857 ist der DOG als weltweit ältester medizinisch-
wissenschaftlicher Fachgesellschaft für Augenheilkunde die Forschung ein besonderes Anliegen: Sie unterstützt wissenschaftliche Projekte und Studien, veranstaltet Kongresse und gibt wissenschaftliche Fachzeitschriften heraus. Darüber hinaus setzt sich die DOG für den wissenschaftlichen Nachwuchs ein, indem sie zum Beispiel Stipendien für junge Forscher vergibt. Deutschland war und ist ein wichtiger Forschungsstandort – das gilt insbesondere für die Augenheilkunde. Der Bedarf an augenheilkundlichen Leistungen steigt nicht zuletzt aufgrund des demographischen Wandels. Fortschritte für den Patienten lassen sich nur mit Hilfe von systematischen Forschungsaktivitäten generieren. Der DOG ist es deshalb ein Anliegen, gerade in Zeiten knapper Kassen die Mindeststandards für augenheilkundliche Forschung zu erhalten und weiterzuentwickeln. Zu diesem Zweck hat sie eine „Task Force Research“ ins Leben gerufen, die 2014 erstmals eine viel beachtete Forschungslandkarte veröffentlichte. Jetzt liegt diese Forschungslandkarte in einer zweiten aktualisierten Fassung vor. Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit der wissenschaftlichen Augenheilkunde transparent zu machen, Kooperationen zwischen Grundlagenwissenschaft und Klinik, aber auch außeruniversitären Einrichtungen und forschenden Unternehmen zu fördern und die Vernetzung verschiedener Forschungsaktivitäten und -akteure zu verbessern. Die aktualisierte Forschungslandkarte soll auch dabei helfen, die Sichtbarkeit der Augenheilkunde im gesamten Fächerkanon zu stärken und die Bedeutung des Faches zu vermitteln.

Forschungslandkarte für die Augenheilkunde, Ausgabe 2016

Für die neue Datenerhebung hat die DOG eine Umfrage unter allen Universitätskliniken und weiteren forschenden Einrichtungen gestartet. Die Ergebnisse daraus ermöglichen einen Überblick über Einrichtungen mit klinisch-ophthalmologischen Studienzentren und/oder einem ophthalmologisch-wissenschaftsexperimentellen Bereich. Die aktualisierte Forschungslandkarte gibt außerdem Auskunft über die Forschungsschwerpunkte dieser Einrichtungen in den nächsten fünf Jahren sowie Informationen über öffentlich geförderte Forschungsprojekte und die Fördersummen an Drittmitteln. Als weiterer Indikator für wissenschaftliche Aktivitäten wurden die publizierten wissenschaftlichen Arbeiten und die dadurch erzielte Wirkung, gemessen in Impact Faktoren, erfasst. Aus den Ergebnissen der neuen Erhebung und der aktuellen Forschungslandkarte lassen sich wichtige Anregungen für die Vernetzung von Forschergruppen ableiten. Die bei sämtlichen Universitätskliniken erhobenen Daten sollen möglichst breit im Sinne des medizinischen Fortschritts für die Patienten in der Augenheilkunde genutzt werden können.
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Forschungslandkarte 2014

Um eine Übersicht über die Forschungsaktivitäten und -schwerpunkte an den deutschen Universitäts-Augenkliniken zu erstellen, hat das Gesamtpräsidium der DOG eine Task Force Research eingerichtet und sie mit der Durchführung einer entsprechenden Untersuchung beauftragt. Die Task Force Research der DOG hat dazu eine Umfrage unter allen ophthalmologischen Forschungseinrichtungen durchgeführt mit dem Ziel, eine Forschungslandkarte für die Deutsche Augenheilkunde anzufertigen. Diese Landkarte soll einen Überblick über die derzeitigen Forschungsaktivitäten, deren Schwerpunkte, die dazu verfügbaren Ausstattungen mit Personal, Technik und Struktur liefern.
Die Task Force Research hat in ihrer Erhebung insbesondere multizentrische Aktivitäten im Bereich der Grundlagenforschung erfasst, die von den wissenschaftlichen Sektionen der DOG und von den der DOG assoziierten Gesellschaften im Zeitraum 2008 bis 2012 durchgeführt oder initiiert wurden. Auf der Basis dieser Informationen kann und wird die DOG dann ihre weiteren strategischen Maßnahmen planen und umsetzen, die Sichtbarkeit der Augenheilkunde im Fächerkanon verstärken und die Kooperation zwischen Grundlagenwissenschaften und Klinik sowie außeruniversitären Einrichtungen und forschenden Unternehmen fördern. Diese Datensammlung wird aber auch als Basis für vielfältige weitere Zwecke dienen können, darunter z.B. auch die Planung und Etablierung von Forschungsnetzwerken. Die Ergebnisse dieses Arbeitens finden sich in den folgenden Übersichten. Berücksichtigt wurden nur Universitäts-Augenkliniken und Sektionen, die sich an der Umfrage beteiligten.
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