KONFOKALE IN VIVO MIKROSKOPIE UND HISTOLOGISCHE BEFUNDE DER HORNHAUT NACH LASER IN SITU KERATOMILEUSIS (LASIK)
J. Wachtlin, S. Schründer, K. Langenbeck, E.-P.Zhang, F. Hoffmann
Mit der konfokalen Mikroskopie ist es möglich, in vivo oberflächenparallele optische Schnitte der Hornhaut zu erzeugen. Da es sich dabei um ein nicht invasives, nicht applanierendes Abbildungssystem handelt, lassen sich auch postoperative Untersuchungen an Hornhäuten vornehmen.
Ziel: Der Verlauf der Wundheilung nach LASIK Eingriffen am Kaninchenmodell sollte konfokalmikroskopisch und parallel dazu histologisch beurteilt werden. Die Leistungsfhhigkeit der optischen Methode wurde evaluiert.
Methode: 12 Kaninchen (Weiße Russen) wurden an jeweils einem Auge mit der LASIK Methode operiert (Schwind Mikrokeratom, Lamellendicke 250pm, Schwind Excimerlaser Keratom, Laserzone Smm, -9 dpt.). Die Tiere wurden l, 4, 12 und 36 Wochen nach der OP mit dem konfokalen Mikroskop (Fa. Hund) in vivo untersucht. Zu den Zeitpunkten 1, 4, 12 und 36 Wochen post OP wurden jeweils bei 3 Tieren histologische Präparate (HE Färbung) der Hornhäute untersucht.
Ergebnisse: Mittels der konfokalen Mikroskopie lassen sich alle Gewebeabschnitte der Cornea nach LASIK darstellen. Die Endothelzellschicht zeigt bis auf einige wenige "blebs" keine Veränderung. Im Bereich des Mikrokeratomschnittes und der Laserzone stellt sich eine azelluläre Zone dar, die in ihrer Lage in z-Richtung eindeutig lokalisiert und in Ihrer Ausdehnung abgeschätzt werden kann. Streulichtzentren (abgestorbene Zellen, Entzündungszellen) im Interface sind mit der Konfokalmikroskopie deutlicher! als mit der Histologie zu erkennen. Im Randbereich des Wundspaltes stellt sich im postoperativen Verlauf ungeordnetes Kollagen und eine beginnende Narbenbildung dar., Um die Fadenenden sind Zeichen einer Zellinfiltration zu sehen.
Schlußfolgerungen: Mit der konfokalen Mikroskopie der Hornhaut lassen sich: wesentliche Veränderungen nach LASIK darstellen und lokalisieren. Die dargestellten Veränderungen korrelieren mit den histologischen Befunden. Obwohl die Beurteilung durch die Histologie erleichtert wird, stellt die konfokale Mikroskopie der Hornhaut eine gute Möglichkeit dar, den Verlauf von postoperativen Veränderungen der Cornea in vivo zu untersuchen und somit auch verschiedene Operationsmethoden hinsichtlich des Wundheilungsverhaltens miteinander zu vergleichen.
Universitätsaugenklinik Benjamin Franklin der Freien Universität Berlin, Hindenburgdamm 30, D-12200 Berlin
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