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Preisträger Preisverleihungen 2007 -
Würdigung der Preisträger
Dotierung 2.000 € + Finanzierung e. Kongressaufenthalts in Übersee im Wert von 1.500 €
Laudatio Der Wissenschaftlich-Medizinische Beirat der Pro Retina Deutschland e.V. und der Retina Suisse bestehend aus: Herrn Prof. Andreas Gal/Hamburg, Prof. Heinrich Gerding/Schweiz, Herrn PD Andreas Grimm/Zürich, Herrn Prof. Frank Holz/Bonn, Herrn Prof. Ulrich Kellner/Bonn, Herrn Prof. Hermann Krastel/Heidelberg, Frau Prof. Birgit Lorenz/Regensburg, Herrn Prof. Reinhard Paulsen/Karlsruhe, Herrn Prof. Klaus Rüther/Berlin, Herrn Prof. Dr. Olaf Strauss/Hamburg, Herrn Prof. Bernhard Weber/Regensburg und Herrn Prof. Eberhart Zrenner/Tübingen (Vorsitzender) haben den Retinitis pigmentosa Forschungspreis 2007 zur Verhütung von Blindheit Mit der in Human Genetics publizierten Arbeit gelang es Frau Dipl.-Biol. Ebermann und den Ko-Autoren erstmals die Identifizierung eines Gens für das Usher-Syndrom durch einen Kandidaten-Gen-Ansatz, der sich neue Erkenntnisse über die Interaktion der verschiedenen Usher-Genprodukte und die mit diesem Komplex assoziierten Proteine zunutze machte. Das untersuchte Kandidaten-Gen, DFNB31, kodiert für das Protein Whirlin. Mutationen in diesem Gen führen sowohl beim Menschen als auch bei der Maus zu angeborener kompletter Taubheit. Ebermann et al. identifizierten Mutationen in einer deutschen Familie mit Usher-Syndrom Typ 2. Anders als die Taubheitsmutationen liegen die USH2-Mutationen am Anfang des Gens. Sie betreffen damit auch Bereiche, die offenbar für die Integrität der Retina wichtig sind. Eine kurze C-terminale Isoform von Whirlin, die offenbar die größere Rolle für das Hören spielt, bleibt unbeeinträchtigt – die Schwerhörigkeit ist daher relativ mild. Eine solche Genotyp-Phänotyp-Korrelation ist im Bezug auf Usher-Syndrom und allelische Taubheit nie zuvor beschrieben worden. Zur Person der Preisträgerin |
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Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft, die Pro Retina Deutschland e.V. und die Retina Suisse gratulieren Frau Dipl.-Biol. Inga Ebermann herzlich zu dieser Ehrung, die mit einer Barsumme von 2000 € sowie der Finanzierung eines Kongressaufenthalts in Übersee (im Wert von weiteren 1500 €) verbunden ist, und wünschen ihr in ihrer weiteren wissenschaftlichen Entwicklung besten Erfolg. Grußwort Kurt Schorn/Franz Badura, Pro Retina Deutschland e.V. Die Pro Retina Deutschland e. V. ist die Selbsthilfeorganisation von Menschen mit Netzhautdegenerationen. Die 1977 als Deutsche Retinitis Pigmentosa Vereinigung gegründete Organisation vertritt heute die Interessen von mehr als 6.200 sehbehinderten Menschen, die an Netzhautdegenerationen wie Retinitis Pigmentosa, Altersabhängige Makuladegeneration, Usher-Syndrom oder anderen sehr seltenen Netzhautdystrophien erkrankt sind. Da die genannten Netzhauterkrankungen bisher nicht therapierbar sind, hat sich die Pro Retina Deutschland aktive Forschungsförderung zum Ziel gesetzt. Eine unserer Forschungsfördermaßnahmen ist die jährliche Vergabe eines Retinitis-Pigmentosa Förderpreises an junge Nachwuchswissenschaftler, die auf dem Gebiet der RP-Forschung Hervorragendes geleistet haben. So vergibt die Pro Retina Deutschland gemeinsam mit der Retina Swiss seit 1985, also dieses Jahr zum 22. Mal diesen Förderpreis. Der Förderpreis ist mit einer Barsumme von 2.000,-- EURO und der Übernahme der Reisekosten zur ARVO bis zu einer Höhe von 1.500,-- EURO dotiert. Mit der Vergabe des RP-Forschungsförderpreises verbinden wir die Hoffnung, dass junge von uns geehrte Wissenschaftler ihrem Forschungsgebiet auch nach ihrer beruflichen Etablierung treu bleiben und mit dazu beitragen, dass eines Tages niemand mehr an Netzhautdegenerationen erblinden muss. |