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Preisträger
Preisverleihungen 2007 -
Würdigung der Preisträger

Videopreis
gestiftet von *Acri.Tec AG, München
Dotierung 2.500 €, 1.500 €, 1.000 €
Preisträger:
1. Preis - Dr. Marcus-Matthias Gellrich, Kellinghusen
2. Preis -
Prof. Dr. Boris Malyugin, Moskau
3. Preis -
PD Dr. Mike P. Holzer, Heidelberg
Jurymitglieder:
Prof. Dr. med. B. Dick (Bochum)
Prof. Dr. med. G.I.W. Duncker/Halle
Prof. Dr. med. G.K. Lang/Ulm
Dr. med. W. Schrader/Würzburg
Prof. Dr. med. P. Wiedemann/Leipzig
Laudatio
Prof. Dr. med. B. Dick, Juryvorsitzender
1. Preis
Dr. Marcus-Matthias Gellrich, Kellinghusen
„Eine Spaltlampe überwindet ihre Kurzsichtigkeit“
Gerade die Befunddokumentation hat besonders in der Augenheilkunde einen hohen Stellenwert.
Die Fotografie an der Spaltlampe ist eine wichtige und unverzichtbare Technologie u. a. für die Befunddokumentation für den Augenarzt. Es kann nicht nur der aktuelle Zustand festgehalten werden, sondern auch beispielsweise eine Verlaufsbeurteilung erfolgen. Bislang war zur Fotografie mittels der Spaltlampe ein hoher technologischer Aufwand erforderlich, ohne den eine akkurate Dokumentation nicht möglich ist. Der Strahlengang sowie die Optik der Spaltlampe ist in diesem Zusammenhang nicht jedem mehr im Alltag so geläufig. Durch die einfache aber sehr eindrucksvolle Nutzung des Galileischen optischen Systems kann mit wenigen beeindruckenden Mitteln jede Spaltlampe zur Befunddokumentation herangezogen werden, ohne dass eine teure Anschaffung einer Fotografiespaltlampe erforderlich ist. Herr Dr. Gellrich erstellte ein entsprechendes und lehrreiches Video zur Befunddokumentation makroskopischer und mikroskopischer Aufnahmen unter Zuhilfenahme grundlegender Prinzipien der Spaltlampe. Die Methode wurde gut dargestellt, so dass wirklich jeder Augenarzt von dieser pfiffigen Idee profitieren kann. Der Film überzeugt durch seine didaktische Leistung und besonders dadurch, dass er sich mit einer relativ leichten naheliegenden Umsetzung einer ansonsten komplexen Methode annimmt.
2. Preis
Prof. Dr. Boris Malyugin, Moskau
„Microendoscopy-assisted IOL scleral fixation”
Die sklerale Fixation einer Intraokularlinse kann über verschiedene Techniken erfolgen. Trotz stetiger Optimierungen der operativen Techniken ist eine exakte Lokalisation des Durchstichkanals in zuverlässiger Weise schwierig. Eine Möglichkeit den Sulcus ciliaris darzustellen ist der Einsatz der mikroendoskopischen Videotechnologie. Bei dieser intraoperativen Darstellungstechnik ist eine der großen Herausforderungen u. a. die Orientierung auf kleinstem Raum, um möglichst atraumatisch zu arbeiten. Die mikroendoskopieunterstützte Sklerafixation von Intraokularlinsen wurde bereits vor über zehn Jahren wissenschaftlich evaluiert. Herr Dr. Malyugin beschreibt die Möglichkeiten der Sklerafixation mittels Nahttechnik. Der Film zeigt anschaulich, wie gut sich die Technologien weiterentwickelt haben und inwiefern nunmehr auch die mikroendoskopische Videodarstellung einzuordnen ist und welche potentiellen Möglichkeiten zur Darstellung mit Verifikation intraoperativ möglich sind. Dargestellt werden eigene Erfahrungen anhand intraoperativer Szenen sowie anatomischer Darstellungen. Im Hinblick auf die geringen Zahlen in diesem Bereich wird sicherlich noch weiteres Optimierungspotenzial bestehen, es erscheint sicher, dass diese entwickelte Technologie die Möglichkeiten der operativen Augenheilkunde erweitert und möglicherweise auch weitere operative Techniken weiter beeinflussen wird. In ansprechender und kompakter informativer Art und Weise stellt der Film den derzeitigen Stand der Technik und die operativen Möglichkeiten gut dar. |
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3. Preis
PD Dr. Mike P. Holzer, Heidelberg
„Get it out – Removal techniques for different ophthalmic viscoelastic devices”
Der Einsatz von Viskoelastika in der Augenchirurgie ist nicht mehr wegdenkbar. Wichtig ist es in den meisten Fällen das Viskoelastikum am Ende der Operation zu entfernen, um beispielsweise viskoelastikumbedingte Augeninnendrucksteigerungen oder ein Abweichen von der Zielrefraktion durch hinter der Intraokularlinse belassenes Viskoelastikum zu vermeiden. Gerade im Hinblick auf die hohe Erwartungshaltung und die Ansprüche unserer Patienten an das Operationsergebnis ist eine möglichst vollständige aber dennoch rasche Entfernung des Viskoelastikums am Ende der Operation wünschenswert. Nach Darstellung der unterschiedlichen physiko-chemischen Eigenschaften wie Nullscherviskosität und Zuordnung der Viskoelastika zu den kohäsiven und dispersiven Viskoelastikagruppen gelingt eine sehr gut verständliche Vorstellung der unterschiedlichen Entfernungstechniken, die in Abhängigkeit von der intraoperativen Situation sowie in Abhängigkeit vom verwendeten Viskoelastikums vergleichend dargestellt werden. Wie exakt sollte vorgegangen werden und was ist zu berücksichtigen? Hier setzt Herr Privatdozent Holzer die Mittel eines Filmes in ansprechenden Bildern gut aufgearbeitet ein. Es werden mehrere Techniken intraoperativ demonstriert und die entsprechenden Möglichkeiten mit Vor- und Nachteilen erläutert. Der Einsatz der verschiedenen Absaug- bzw. Entfernungstechniken kann das chirurgische Vorgehen vereinfachen. In dem Film werden die komplexen rheologischen Grundlage und die möglichen Einsatzverfahren der operativen Techniken gelungen dargestellt.
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