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Preisträger

Preisverleihungen 2007 - Würdigung der Preisträger


Forschungsförderung Tropenophthalmologie der DOG

Dotierung gesamt 11.900 €  

MD Robert P. Finger, Bonn
Dr. med. Martin Spitzer, Tübingen
Dr. med. Kaushick Biswas, Kalkutta/Indien

Jurymitglieder:
Prof. Dr. med. V. Klauß/München (Vorsitzender)
Prof. Dr. med. R. Guthoff/Rostock
Prof. Dr. med. G. Kluxen/Wermelskirchen

Es wurden die folgenden Projekte gefördert:

1. MD Robert Finger
Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft fördert das Forschungsprojekt „Comprehensive Outreach Screening for Cataract in India, a follow-up study on previous findings“, beantragt von Dr. Robert Finger, Bonn.

Bei dem Forschungsantrag handelt es sich um die Fortsetzung einer bereits von der DOG unterstützten Untersuchung in Indien zur Frage der Akzeptanz von Cataract Chirurgie in Indien. Diese Studie ist abgeschlossen, die Ergebnisse publiziert.

In einer zweiten Phase dieser Studie sollen Strategien entwickelt werden, Cataract Patienten in der Bevölkerung zu identifizieren und einer Operation zuzuführen. Die mature Cataract stellt noch immer die häufigste Erblindungsursache in Indien dar. Trotz deutlich erhöhter Operationszahlen muss noch immer mit Millionen von Cataract Blinden gerechnet werden, die sich zum großen Teil nicht spontan in einer Klinik vorstellen. Die Untersuchung soll Wege entwickeln, wie Patienten in der Bevölkerung identifiziert und einer Operation zugeführt werden können

Aufgrund der hervorragenden Vorleistungen erhält Dr. Finger mit seinem Team eine erneute Forschungsförderung durch die DOG, um die in Indien begonnenen Untersuchungen fortzuführen.

 
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2. Dr. med. Martin Spitzer, Tübingen
Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft unterstützt die Studie „Untersuchung von Einflussfaktoren die in Malawi für eine verzögerte Präsentation und Behandlung von okulären Tumoren verantwortlich sind und die Beziehung zu HIV Pandemie“.

Zwischen den Universitätsaugenkliniken Tübingen und Blantyre Malawi besteht eine Kooperation mit dem Schwerpunkt Ausbildung von Augenärzten in Malawi sowie gemeinsame wissenschaftlicher Untersuchungen.

Dr. Spitzer und die malawischen Partner Dr. Tamara Chirambo, Dr. Petros Kayange legen der DOG einen Forschungsantrag zu oben genanntem Thema vor.
Hintergrund ist die Erfahrung und Beobachtung, dass Tumor-Patienten in einem weit späteren Erkrankungsstadium als in Industrieländern eine Klinik zur Behandlung aufsuchen. Ziel der Studie ist es, Faktoren zu identifizieren, die hierfür verantwortlich sind, um in Zukunft Gegenmaßnahmen zu treffen und eine frühere Behandlung zu ermöglichen. Weiterhin besteht ein enger Zusammenhang zwischen der Inzidenz okulärer Tumore, wie Bindehautkarzinom, Burkitt und Non Burkitt Lymphom, Kaposi Sarkom und einer gleichzeitig bestehenden HIV Infektion des Erkrankten. Hierzu sollen epidemiologische und klinische Daten erarbeitet werden. Insgesamt kann erwartet werden, dass die Studie wichtige Daten zu Epidemiologie und Klinik von okulären Tumoren liefert, sowie den Zusammenhang zu einer HIV Infektion aufdeckt.

Die DOG unterstützt hiermit die Kooperation Tübingen/Blantyre zur Ausbildung von Augenärzten in Afrika.


3. Dr. Kaushick Biswas
Dr. Kaushick Biswas, Retinologe in Kalkutta/Indien beantragt die Unterstützung für die Studie „Study on Intravitreal Bevacizumab (Avastin) Injection in cases of Eales Disease“.

Eales Disease ist aus bisher unbekannten Gründen in Indien häufiger als in anderen Regionen der Erde und stellt nach wie vor ein schwieriges therapeutisches Problem dar.

Dr. Biswas plant eine klinische Pilotstudie zur Wirksamkeit von Bevacizumab bei Eales Disease. Einschlusskriterien sind Glaskörperblutung ohne Netzhautablösung, Neovaskularisation der Netzhaut oder des Sehnerven. Im Rahmen der Pilotuntersuchung ist es geplant 8 bis 10 Patienten zu behandeln, die DOG Förderung betrifft den Erwerb von Bevacizumab zur intravitrealen Injektion.

Aufgrund zahlreicher Vorarbeiten und als vitreoretinaler Chirurg ist Dr. Biswas hervorragend geeignet diese für Eales Patienten wichtige Untersuchung vorzunehmen.