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Preisträger Preisverleihungen 2007 -
Würdigung der Preisträger
Dotierung 15.000 € Preisträger: Kuratorium: Laudatio Der Preis wird ausgelobt für eine innovative, wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der mikrochirurgischen Instrumentenentwicklung und –anwendung sowie der mikrochirurgischen Operationstechnik, die über eine Modifikation bekannter Verfahren hinausgeht und ist dotiert mit € 15.000,--. Herr Prof. Dr. Walter Sekundo erhält den Preis für die Entwicklung einer neuartigen Pinzette, sowie eines speziellen Spatels für eine vereinfachte retropupillare Implantation von Iris-Klauen-Linsen in Aphakiesituation. Die Irisklauenlinsen zur Behandlung der Aphakie wurden bereits Ende der 70er Jahre als Vorderkammimplantat entwickelt und erfolgreich eingesetzt. Im Laufe der letzten 10 Jahre hat allerdings die Popularität der Vorderkammerlinsen deutlich abgenommen. Der Grund hierfür liegt in dem konsekutiven Endothelzellverlust bei Vorderkammerimplantaten. Dies führte zur Überlegung eine Irisklauenlinse in die Augenhinterkammer zu implantieren und sie dort an der mittelperipheren Iris zu befestigen. Im Vergleich zu alternativen Methoden der Aphakiekorrektur bei fehlendem Kapselsack geht die retroiridale Implantation von Irisklauenlinen mit einer deutlich verkürzten OP-Zeit und einem geringen Op-Trauma einher. Die bis dahin verwendete Implantationstechnik hatte Schwachpunkte. So bestand eine große Zurückhaltung, da die Gefahr eines Linsenverlustes der Intraokularlinse in den Glaskörperraum nicht zu vernachlässigen war. Professor Sekundo stellte sich zur Aufgabe eine Pinzette zu entwickeln, mit der das Implantat auch hinter der Iris gute gehalten werden kann. Dafür wurde die Gestaltung der Pinzette radikal geändert. Die von ihm entwickelte Pinzette stellt das übliche Greifprinzip „auf den Kopf“. Anstatt, dass eine Linse von oben und unten gegriffen wird, besitzt die neue Pinzette eine ausfahrbare Platte, die zungenartig unter der Optik der Intraokularlinse sitzt und diese so zusätzlich unterstützt. Die Greifelemente befinden sich nicht mehr oben und unten, sondern an den Seiten, so dass die Linse an ihren Kanten gehalten wird. Dieses neue Greifprinzip der Dreipunktfixation, unterstützt durch eine Platte, ermöglicht einen sehr sicheren Halt im retroiridalen Raum auch ohne Sichtkontrolle. Ein weiteres interessantes Detail stellt die mittig angebrachte Kerbe in der unterstützenden Platte dar. Diese ist konzipiert, dass, wenn sich die Intraokularlinse hinter der Iris befindet und die Pupille gleichzeitig durch die Gabe von Acethylcholin verengt wird, das Zentrum der IOL durch die zuvor genannte Kerbe erkennbar ist und dadurch die Zentrierung der Linse für den Enklavationsvorgang wesentlich erleichtert.
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Der Vorsitzende der Kommission, Prof. Pfeiffer, hat wegen Befangenheit am Auswahl- und Abstimmungsprozess der Verleihung des Leonhard-Klein-Preises nicht teilgenommen. |