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Preisträger

Preisverleihungen 2009 - Würdigung der Preisträger

Forschungsförderung Tropenophthalmologie
gestiftet von der DOG


Leiter der geförderten Projekte:
Dr. med. Sebastian Briesen/Mombasa
Dr. med. Robert Finger/Bonn


Jurymitglieder
Prof. V. Klauß/München (Vorsitzender)
Prof. R. Guthoff/Rostock
Prof. G. Kluxen/Wermelskirchen

Es wurden die folgenden Projekte gefördert:

1. Dr. med. Sebastian Briesen, Dr. Helen Roberts
Studie: Comparison of two different treatment options for squamous cell carcinoma of the conjunctiva
Förderungssumme: Euro 4.840

Die geplante Untersuchung wird unterschiedliche Behandlungsgruppen bei Bindehautkarzinomen bei Patienten in Kenia vergleichen. Das Bindehautkarzinom ist häufig HIV-assoziiert.

Die am häufigsten gewählte Behandlungsmethode besteht in der angestrebten kompletten Exzision des Tumors, neuere Untersuchungen weisen darauf hin, dass eine Reduktion bzw. Heilung auch durch die lokale Applikation von 5-Fluouracil (5-FU) möglich ist. Beide Behandlungsverfahren werden in einer prospektiven kontrollierten randomisierten Untersuchung verglichen. Als 3. Option wird die chirurgische Reduktion des Tumors mit anschließender 5-FU- Therapie untersucht.
Sollte sich erweisen, dass die 5-FU-Therapie gleichwertig oder erfolgreicher als die chirurgische Therapie ist, würde dies eine massive Vereinfachung der Therapie bei einer großen Zahl von Patienten bedeuten.

 
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2. Dr. med. Robert Finger und Prof. Clare Gilbert
Studie: A migration study of lens opacities in Bangladeshis aged 40 to 60 years living in London and Bangladesh
Förderungssumme: Euro 5.300

Die geplante Untersuchung vergleicht Bangladeshi, die in Bangladesh leben, mit einer identischen Gruppe von Bangladeshi, die nach London ausgewandert sind, auf Risikofaktoren zur Kataraktentwicklung. Hierdurch könnten äußere Einflüsse und Faktoren identifiziert werden, die zu einer früheren Kataraktentwicklung beitragen, wie sie in Asien häufig beobachtet wird.
Es eröffnet sich die Möglichkeit von präventiven Maßnahmen. Vergleichbare Daten
liegen bisher nicht vor, so dass diese Untersuchung bahnbrechende Ergebnisse liefern kann.