Nachrichten - Archiv

  • Die XXI. Zusammenkunft der JULIUS-HIRSCHBERG-GESELLSCHAFT fand vom 5. bis 7. Oktober 2007 in Halle/Saale statt. Ort und Zeit wurden vom JHG-Vorstand kurzfristig beschlossen, nachdem er ihre geplante und angekündigte Durchführung vom 5. bis 9. September in Villars /Ollon, in Verbindung mit der Centenarfeier der Schweizerischen Ophthalmologischen Gesellschaft SOG/SSO in Montreux (5.–8. September), mangels ausreichender Anmeldungen absagen musste.

    Tagungsort war das neue Klinikum der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in Halle-Kröllwitz. Die Tagung begann am 5. Oktober mit einer Führung durch die Meckel-Sammlung im Institut für Anatomie und Zellbiologie im Altklinikum durch Herrn Prof. Rüdiger Schultka, Direktor des Instituts von 1987-92. Ihr folgte die Besichtigung der Zentralen Kustodie der Universität Halle-Wittenberg mit Kunstsammlung und Schätzen der Universität in ihrem „Löwengebäude“ mit anschließendem Beisammensein in der Gasthausbrauerei Schad (am Reileck).

    Am 6. Oktober wurde das vielseitige wissenschaftliche Programm in vier Sitzungen im Hörsaal I des Klinikums nach der Begrüßung musikalisch eingeleitet vom Akademischen Kammer-Orchester der Universität Halle unter Herrn Dr. med. Volker Thäle.
    Der Gesellschaftsabend fand statt in der ältesten Gaststätte Halles, im „Gasthof zum Mohren“ (nach dem halleschen Stadtpatron St. Mauritius) nahe der Burg Giebichenstein.

    Mit einer Führung am 7. Oktober über den halleschen „Stadtgottesacker“ (Camposanto), der nach 1529 als einer der ersten Zentralfriedhöfe Deutschlands nach italienischem Vorbild unter Stadtbaumeister Nickel Hoffmann (1510-1592) errichtet wurde, endete diese Tagung.


  • Die XX. Zusammenkunft der JULIUS-HIRSCHBERG-GESELLSCHAFT fand als Europäischer Congress für Geschichte der Augenheilkunde mit der  Société Francophone d'Histoire de l'Ophtalmologie vom 28. bis 30. September 2006 in Straß�burg/Strasbourg statt. Tagungsort war der Historische Saal in der Pathologie des Bürgerspitals, in dessen Weinkeller von 1397 Herr Robert Heitz die Tagung eröffnete.

    Am 29. September begrüßte die Teilnehmer am wissenschaftlichen Programm in vier Sitzungen Herr Prof. Jean-Marie Vetter, Leiter des Département d'Histoire de la Médecine et des Sciences de la Vie an der Université Louis Pasteur, Strasbourg, und Hausherr des Museums-Saales der Pathologie, an welcher auch die Anatomen Wilhelm Waldeyer und Gustav Schwalbe wirkten.

    Nach einem Empfang im Rathaus durch den Bürgermeister Yves Le Tallec, Augenarzt, und die Bürgermeisterin, Frau Catherine Seegmuller mit ihrem Gatten Dr. Jean-Luc Seegmuller, President des Syndicat National des Ophtalmologistes de France (Berufsverband der Augenärzte Frankreichs) galt der Gala-Abend für die Mitglieder der deutschen und der französischen Gesellschaft im Hotel Sofitel auch der Gründung der JHG zwanzig Jahre zuvor. Die Festansprache hielt Herr Prof. J.-M. Vetter.

    Am 30. September brachte eine Schifffahrt auf der Ill die Schönheit Straßburgs zu Gesicht wie ebenso die Exkursion durch seine alten Viertel.
    Mit einem Empfang für alle Teilnehmer der JHG & SFHO im Conseil Général du Bas-Rhin (General-Rat des Bezirks Unter-Elsass) durch den General-Rat Yves Le Tallec endete die Zusammenkunft der JHG, deren Mitgliedern die Teilnahme an der wissenschaftlichen Tagung der Société Francophone d'Histoire de l'Ophtalmologie am 30. September offen stand wie ebenso an deren Führungen am 1. Oktober.


  • Vom 6. bis 8. Oktober 2005 fand in Würzburg die XIX. Zusammenkunft der Julius-Hirschberg-Gesellschaft statt. Sie wurde eröffnet durch den Geschäftsführer der JHG, Herrn Frank Krogmann, in Vertretung des 1. Vorsitzenden, Herrn  Prof. Martin Wenzel. Anschließend führte Dr. Andreas Mettenleiter, Mitglied des Vorstands des Siebold-Museums, durch dieses Museum in Würzburg. Der Führung schloss sich ein Imbiss und Umtrunk mit Thüngersheimer Wein an.
    Das wissenschaftliche Programm war am 7.10. auf vier Sitzungen im Georg Bayer-Saal, Barockhäuser, verteilt. Der Festabend wurde am 7.10. als kulinarische Weinprobe im Staatlichen Hofkeller unter der Würzburger Residenz begangen, zu welchem der Historiker Dr. Peter A. Süß einen Einblick in die Kellerwelt des berühmten Weinguts gab.

    Am 8. Oktober fand eine Führung durch die Würzburger Residenz statt mit anschließendem Abtrunk im Bürgerspital als Tagungsbeschluß.


  • Die JULIUS-HIRSCHBERG-GESELLSCHAFT war analog zu Beiträgen zu DOG-Tagungen seit der 100. Tagung 2002 an der ersten gemeinsamen Tagung der Societas Ophthalmologica Europæa (15th SOE Congress) und der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (103rd DOG Congress) vom 25. bis 29. September 2005 in Berlin beteiligt mit einem ophthalmologie-historischen Symposium – 2809-25 OPHTHALMOHISTORIC SYMPOSIUM – JULIUS HIRSCHBERG SOCIETY – am 28. September im ICC Berlin.


  • Vom 14. bis 16. Oktober 2004 fand in Innsbruck die XVIII. Zusammenkunft der Julius-Hirschberg-Gesellschaft statt. Sie wurde am 14.10. eröffnet mit einer Führung durch die Gemäldesammlung des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum mit anschließendem Empfang. Unter den Exponaten des Landesmuseums sind von besonderer Bedeutung der „Altar von Schloss Tirol“ mit der ersten Brillendarstellung nördlich der Alpen und eines der in Europa sechs bedeutendsten mittelalterlichen Fastentücher.

    Am 15.10. kam in der Frauen- und Kopfklinik der Innsbrucker Universität als Tagungsort ein vielfältiges wissenschaftliches Programm in vier Sitzungen zum Vortrag. Der Gesellschaftsabend fand in festlicher Atmosphäre im obersten Geschoss des Hotels ThePenz statt mit sehr schönem Blick auf die Stadt und Berge. Am 16.10. beschloss eine Führung durch die Geschichte und die reichen Kunstschätze von Kirche, Bibliothek und Museum des Stiftes Wilten der Prämonstratenser-Chorherren mit anschließender Agape im ehemaligen Leuthaus des Klosters diese zweite wiederum wohl gelungene Tagung  in Tirol.


  • Vom 2. bis 5.Oktober 2003 fand in Luxemburg die XVII. Zusammenkunft der Julius-Hirschberg-Gesellschaft als 3. JHG-Zusammenkunft mit der Société d’Histoire de l’Ophtalmologie statt. Aus diesem Anlass zeigte das Musée d’Histoire et d’Art Luxembourg auf Initiative von Liliane Bellwald die Sonder-Ausstellung »Eine Medizingeschichte des Auges – La Médicine de l’œil et son Histoire«, bei welcher die Bibliothèque Nationale Rara aus ihrer »Reserve Précieuse« zur Augenheilkunde präsentierte. Unter der haut patronage des Premierministers von Luxemburg, Jean-Claude Juncker, und der Ministerin für Kultur und Forschung, Madame Erna Hennicot-Schoepges, wurde die Tagung mit der medizinhistorischen Ausstellung von Frau Octavie Modert, Sécrétaire générale du Conseil du Gouvenement et Première Conseillère de Gouvernement, im Musée d’Histoire et d’Art als Tagungsort am 2.10. eröffnet. Nach dem Empfang brachte das Ensemble »Tempus Iocundum« in der Krypta der Kathedrale am Grabmal Johanns des Blinden alte Musik auf zeitgenössischen Instrumenten zu Gehör.
    Das JHG/SFHO-Vortragsprogramm am 3.10. hatte »Die Geschichte der Augenheilkunde in ihren europäischen Dimensionen« zum Thema. Der Gesellschaftsabend im Grand Hotel Cravat ließ die Teilnehmer die »Weinkultur und Geschichte der luxemburgischen Mosel« genießen.
    Historische Führungen am 4.10. durch die Altstadt Luxemburgs in deutscher und französischer Sprache vertieften abschließend die unvergesslichen Erfahrungen dieser Tagung.

    Für den Konferenzsaal im Museum wie die Technik einschließlich technischem Personal, die den Tagungsveranstaltern unentgeltlich zur Verfügung standen, schuldet die Julius Hirschberg-Gesellschaft dem Musée d’Histoire et d’Art Luxembourg großen Dank.


  • Vom 3. bis 6. Oktober 2003 fand in Weimar die XVI. Zusammenkunft der Julius-Hirschberg-Gesellschaft statt. Wissenschaftlicher Tagungsort war das Hotel Dorotheenhof, ein ehemaliges Rittergut aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die Tagung wurde am 3.10. bei einem Empfang im Kirms-Krackow-Haus in Weimar eröffnet mit einer Einführung in und über Weimar durch Mitarbeiterinnen der Stiftung Weimarer Klassik. Das JHG-Vortragsprogramm am 4. Oktober galt vorrangig der Augenheilkunde der Goethezeit, eingeleitet vom Medizinhistoriker Heinz Goerke über Goethe als Hochschulpolitiker (Vortragsprogramm und Abstracta). Der »Historischen Tafelfreuden« der Goethezeit gewidmete Gesellschaftsabend wurde rhetorisch exzellent begleitet von Frau Sedlacek von der Stiftung Weimarer Klassik. Der 5. Oktober war der Besichtigung der wissenschaftlichen Sammlungen Goethes im Goethe-Haus und dem Haus am Frauenplan selber gewidmet in jeweils gesonderten Führungen mit historischem Stadtrundgang.
  • Die JHG-Mitgliederversammlung hat in Weimar die Statuten der Gesellschaft so geändert, dass wegen der im Vergleich zu den deutschen Mitgliedern kleineren Mitgliederzahlen Österreichs und der Schweiz an Stelle eines schweizerischen oder österreichischen Mitglieds auch ein deutschsprachiges Mitglied aus nichtdeutschsprachigen Ländern in den JHG-Vorstand gewählt werden kann. Danach ist Frau Dr. Liliane Bellwald aus Luxemburg in den JHGVorstand gewählt worden und für 2002/2003 zur 1. Vorsitzenden der Julius-Hirschberg-Gesellschaft.
  • Zum wissenschaftlichen Programm der 100. Tagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft in Berlin 2002 gehörte eine »Ophthalmohistorische Sitzung«, deren Programm (FR.04.01–FR.04.8) und Abstracts in der DOG-Website zu finden sind.
  • Dank der Bemühungen von Dr. Georg Kraffel, der unerwartet im Frühjahr 2003 gestorben ist, um den Transfer des Nachlasses Albrecht von Graefes von Heidelberg nach Berlin konnte dieser anlässlich der 100. DOG-Tagung am 27. September 2002 als Erweiterung des Berliner Medizinhistorischen Museums Berlin in einem Festakt der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Der Festvortrag »Zur Symbolsprache des Auges in Mythologie und Geschichte« von A .Henning, ist veröffentlicht in Klin. Monatsbl. Augenheilkd. 2003; 220: 284-286 (Offene Korrespondenz), erweitert um Quellenangaben und drei Abbildungen in Würzburger med.hist. Mitt. 24 (2005) 329–340.)
  • Programm und Abstracts des 15th Annual Meeting der Cogan Ophthalmic History Society (COHS) vom 5. bis 7. April 2002 in New York (übermittelt von R. S. Fishman <rsfishman@mac.com>).
  • Vom 27.–29. September 2001 fand in Hamburg die XV. Zusammenkunft der Julius-Hirschberg-Gesellschaft in Verbindung mit der 100-Jahrfeier der Deutschen Gesellschaft für Geschichte der Medizin, Naturwissenschaft und Technik (28. Sept. – 1. Okt. 2001) statt.
    Wissenschaftlicher Tagungsort war das Geomatikum der Universität Hamburg. Das JHG-Vortragsprogramm vom 28. September ist unter Vortragsprogramm und Abstracta zu finden.
    Die JHG-Tagung wurde eröffnet bei einem Empfang am 27.9. bei der Gesellschaften im Museum für Kommunikation durch dessen Direktorin nach der Begrüßung der Tagungsteilnehmer durch den DGGMNT-Vorsitzenden Prof. Dr. Helmut Albrecht von der Technischen Universität Bergakademie Freiberg.
    Gesellschaftlicher Höhepunkt der JHG-Zusammenkunft war am 28.9. das Diner in der festlichen Atmosphäre des Hamburger Überseeclubs, dem ein Empfang durch den Hamburger Senat für alle DGGMNT- und JHG-Tagungsteilnehmer im Rathaus vorausging.
    Die JHG-Tagung wurde am 29. September abgeschlossen mit einer historischen Führung durch die Hamburger Speicherstadt und ihr Museum.
    Einzelne Tagungsteilnehmer nahmen bis zum 1. Oktober an verschiedenen Veranstaltungen des reichhaltigen Jubiläumsprogramms der DGGMNT teil, deren Programmheft das subspezialisierte JHG-Programm enthielt. Am Festbankett der DGGMNT am 30.9. bei einer abendlichen Hafenrundfahrt auf der »Max Brauer« war die JHG durch ihren Vorsitzenden Dr. A. Henning vertreten.

  • Vom 14.­16. September 2000 fand in Bern die XIV. Zusammenkunft der Julius-Hirschberg-Gesellschaft im Rahmen des 93. Jahreskongresses der Schweizerischen Ophthalmologischen Gesellschaft (SOG) statt. Das JHG-Vortragsprogramm vom 15. September ist unter Vortragsprogramm und Abstracta zu finden.

    Am 14. September wurde nachmittags die JHG-Zusammenkunft im Medizinhistorischen Institut der Universität Bern eröffnet. Nach einer Einführung in die regionale Medizingeschichte Berns durch den Direktor des Instituts, Prof. Urs Boschung, führten dieser und seine Mitarbeiterin Frau Dr. Müller-Landgraf durch die interessanten Sammlungen des Hauses.
    Am Eröffnungsabend wurden Prof. Robert A. Crone (Amsterdam) und Prof. Huldrych M. Koelbing (Zürich) zu Ehrenmitgliedern der Julius-Hirschberg Gesellschaft ernannt.
    Die Laudationes hielt Prof. Hans Remky (München, siehe NUNTIA I/2001, S. 5).
    Der Festabend fand zusammen mit den SOG Kongress-Teilnehmern im Berner Zirkus Starlight statt. Die XIV. JHG Zusammenkunft endete am 16. September nach einer aufschlußreichen Stadtführung zur Medizingeschichte Berns durch Frau Dr. Müller-Landgraf.

  • Am 24. und 25. September 1999 fand in Berlin die 13. Zusammenkunft der Julius-Hirschberg-Gesellschaft im Rahmen der 97. Jahrestagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (23. bis 26. September 1999) statt. Die Abstracts des wissenschaftlichen Programms sind unter den deutschen und englischen Abstracts der 97. DOG-Tagung zu finden und auch aus dem Programm der XIII. JHG-Zusammenkunft aufrufbar.

    Während des Festlichen JHG-Abends in der Hörsaal"ruine" der pathologischen Sammlung Rudolf Virchows (1821-1902) im Charité-Klinikum - sie beherbergt das im Aufbau befindliche Berliner Medizinhistorische Museum - wurde ein koloriertes Exemplar von Georg Bartischs Ophthalmodouleia, Das ist Augendienst, Dresden 1583, aus dem Bestand des Deutschen Historischen Museums Berlin von seiner Mitarbeiterin Dr. Barbara Kornmeier präsentiert, insbesondere die sensibel kolorierten Abbildungen - so die verschiedenen farbigen Starformen nach Bartisch, vor allem die mehrfach Übereinander geklebten horizontalen Schnittbilder von Orbita und Auge sowie der Schädelkalotte mit dem Großhirn. Das Buch war am Festabend zusammen mit einer Ausgabe der Andreae Vesalii ... De humani corporis fabrica libri septem von 1614 ausgestellt.

    Am 25. September führte Dr. Aloys Henning bei einer Stadtrundfahrt durch die Geschichte der Augenheilkunde in Berlin: Der Berliner Dom beherbergt eine Grabplatte aus der Nürnberger Werkstatt Peter und Hans Fischers für Kurfürst Johann von Brandenburg Cicero (1455 - 1499), der 1498 einen Leibokulisten als ersten für Berlin nachgewiesenen Augenarzt beschäftigte. 1510 wurde im kriegszerstörten Grauen Kloster ein jüdischer Augenarzt Mitglied des Franziskanerkonvents, der wegen seiner Qualifikation dem Feuertod entrann, den 38 seiner Glaubensbrüder erlitten. Das Hugenottenmuseum im Französischen Dom hatte Archivalien zu französischen Okulisten in Berlin im 18. Jahrhundert ausgestellt, dazu eine bis dahin unbekannte Taufurkunde für einen Sohn des österreichischen Okulisten und Scharlatans Joseph Hillmer, der nach der Ernennung zum ordentlichen Professor für Augenheilkunde durch Friedrich II. 1748 in der benachbarten Jägerstraße 18 Jahre hindurch ein Haus besaß.

    Nach Abschluß der Führung am Albrecht von Graefe-Denkmal an der Charité enthüllte Professor Gerhard Holland in der Reinhardtstraße 34 (früher Karlstraße) am Gebäude der von Julius Hirschberg errichteten gemeinnützigen "Augen-Heilanstalt" eine Gedenktafel von Hansjörg Wagner (München) für den Erbauer. Ihre Herstellung haben großzügige Spenden der Firmen Chibret, Domilens, Dr. Mann und Pharm Allergan ermöglicht.

  • Die Zeitschrift Historia Ophthalmologica Internationalis, die J.-P. Wayenborg nach jahrelangen Bemühungen 1998 als offizielles Organ der JHG mit Nr. 1 des 4. Jahrgangs neu ediert hatte, konnte wegen mangelnder Abonnenten nicht weiter verlegt werden. Der JHG-Vorstand dankt herzlich Professor H. Remky und dem Verleger fÜr ihr leider vergebliches Engagement.
  • Vom 1. bis 3. Oktober 1998 fand in Innsbruck die 12. Zusammenkunft der Julius-Hirschberg Gesellschaft statt. Tagungsort war die Kopf- und Frauenklinik der UniversitÄt. Am ErÖffnungsabend fÜhrte Herr Prof. F. Daxecker die Tagungsteilnehmer auf einem historischen Rundgang durch die Stadt. Der 2. Oktober war dem interessanten und dichten Vortragsprogramm gewidmet, verteilt auf vier wissenschaftliche Sitzungen. Am 3. Oktober fÜhrte eine Kunsthistorikerin die Tagungsteilnehmer durch die Hofkirche und die Sammlungen von Schloß Ambras.
  • Am 16. bis 18. Oktober 1997 war in Leiden die 11. Zusammenkunft der Julius-Hirschberg- Gesellschaft im Boerhaave-Museum. Nach einer Führung durch das Museum am Eröffnungsabend der Tagung fand am gleichen Ort ein Empfang statt. Am 17. Oktober galten die Beiträge der ersten Sitzung Herman Boerhaave (1668-1738) und seiner Zeit. Am Nachmittag besuchten die Teilnehmer der Tagung in Utrecht den botanischen Garten mit historischem Heilkräutergarten und das Museum der Universität Utrecht, das u.a. Geräte zum Wirken F.C. Donders (1818-1889) als Utrechter Hochschullehrer birgt. Frau de Tonkelaar hatte zuvor eine Einführung in die Sammlungen gegeben.
  • Bei einer festlichen Abendtafel am 17. Oktober wurde die Ernennung Herrn Alfred Schetts und Herrn Prof. Dr. Hans Remkys zu Ehrenmitgliedern der Julius-Hirschberg-Gesellschaft mit großem Beifall aufgenommen. Hans Remky als Promotor der ersten Stunde verdankt die Gesellschaft wesentlich ihr Dasein und Sosein nach dem Vorbild ihrer gallischen Schwester Société Francophone d'Histoire de l'Ophtalmologie. Alfred Schett hat in zehn Jahren seines Ruhestandes als Ingenieur bei Forschungen zur Geschichte ophthalmologischer Instrumente neben anderem das Standardwerk zur Geschichte des Augenspiegels geschaffen: The Ophthalmoscope, Textbuch und Atlas (2. vol., englisch und deutsch) als Supplementband 2 zu Julius Hirschberg, The History of Ophthalmology, The Monographs, J.-P. Wayenborgh.
  • Zusammenfassungen der Leidener Beiträge, die dem Vorstand vorliegen, sind unter Summaries in dieser Homepage zu finden. Die Beiträge sollen laufend in der in Kürze erneut erscheinenden Zeitschrift Historia Ophthalmologica Internationalis, vol. 4 (1998, J.-P. Wayenbourg), veröffentlicht werden, auch solche weiterer Zusammenkünfte.
  • Vom 26. bis 29. September 1996 fand an der Humboldt-Universität zu Berlin als Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Geschichte der Medizin, Naturwissenschaft und Technik (DGGMNT) der Erste Deutsche Wissenschaftshistorikertag statt unter Beteiligung von zehn deutschen wissenschaftshistorischen Gesellschaften. Gastgeber war Prof. Rüdiger vom Bruch am Lehrstuhl für Wissenschaftsgeschichte der HUB.
  • Die Julius-Hirschberg-Gesellschaft beteiligte sich am 27.9.1996 mit einem Workshop »Wenden in der Augenheilkunde«, organisiert und moderiert von A. Henning (Berlin), mit folgendem Programm:
    Rainer Nabielek (Berlin): Julius Hirschberg (1843-1925) . Augenarzt, akademischer Lehrer, Medizinhistoriker

    Aloys Henning (Berlin): Zur Ablösung des Starstichs durch die Kataraktextraktion in Berlin ab 1755

    Jutta Herde (Halle): Die Auswirkungen der Fleischbeschau 1883 auf den Cysticercus cellulosae ocularis

    Jörg Draeger, Claudia Hendriock (Hamburg): Glaukombegriff und Tonometrie von der Antike bis ins Zeitalter der Mikroprozessoren unter Berücksichtigung der englischen, deutschen, russischen und schweizerischen Entwicklung


  • Im Workshop »Wissenstransfer Osteuropa-Westeuropa« des Wissenschaftshistorikertags am 28.9.1996, das Dr. sc. phil. Jutta Petersdorf (Berlin) und Dr. med. Bärbel Zaddach-Dudek (Berlin) vom Osteuropa-Institut der Freien Universität Berlin organisierten, war neben sechs Referaten auch die Ophthalmologiegeschichte vertreten: Nach der Würdigung des Applanationstonometers Aleksej N. Maklakovs von 1885 durch A. Henning wurde ein Videofilm vorgeführt über den Einsatz des Autotonometers nach J. Draeger bei der Deutsch-russischen MIR-Mission 1992 durch den deutschen Kosmonauten Klaus-Dieter Flade. Der Film fand lebhafte Resonanz. Für seine Überlassung sei Herrn Prof. J. Draeger ausdrücklich gedankt.

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