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Presseerklärungen
Überreichung der ersten von-Graefe-Medaille
als sie mich vor einigen Wochen anriefen und mich fragten, ob ich irgendeinen Beitrag leisten könne zu diesem Festakt, hatte ich an die Graefe Medaille gedacht, die bei mir Zuhause liegt von Helmholtz. Es wurde bereits erwähnt, er war der erste Preisträger im Jahre 1886. Ich habe sie leider nur in Bronze, es gibt sie auch in Silber, sicherlich auch in Gold, aber sie ist verschollen. Nun sehe ich draußen in der Ausstellung, dass es diese Medaille bereits gibt, also mein Vorschlag ist folgender: Wenn Sie möchten, können Sie eine Medaille von Herrn Gulstrandt haben, die haben Sie hoffentlich noch nicht. Sie haben Helmholtz ja auch in der Gestaltung Ihres Programms berücksichtigt und ihn neben Graefe und Donders gestellt, der eine Arzt, der eine Physiologe, der dritte Physiker. Diese drei Männer haben natürlich der Augenheilkunde ganz entscheidende Impulse gegeben und stehen auch für eine interdisziplinäre Arbeit, von der wir nur träumen können. Mitgebracht habe ich Ihnen auch einige Briefe von der Mutter von Albrecht von Graefe gerichtet an ihren Sohn aus dem Jahre 1848/1849. Dies war natürlich eine sehr bewegte politische Zeit, die auch an Albrecht von Graefe nicht vorübergegangen ist. Und Sie wissen vielleicht, dass Albrecht von Graefe diesem preussischen Staat äußerst kritisch gegenüber eingestellt war und diese Kritik hat er auch überdeutlich in einem Brief an seinen Freund Horner einige Jahre später formuliert. Ihre Fachgesellschaft, die DOG, hat sich über die Jahre sehr verdient gemacht um das Vermächtnis von Albrecht von Graefe. Ich erinnere an das Denkmal, wir haben es vorhin an die Wand geworfen gesehen, das 1970 anlässlich des 100. Todestages von Albrecht von Graefe hier in Berlin in der Nähe der Charité, des Tiergartens errichtet worden ist. Ich erinnere daran, dass vor einigen Jahren unter der Ägide von Prof. Hartmann, auch freundlicherweise bereits erwähnt, das durch Vandalismus zerstörte Grabmal von Albrecht von Graefe wiederhergestellt worden ist und die DOG hatte sich auch an der Restaurierung des Grabmals vor der Charité Schumannstraße beteiligt. Es steht jetzt noch folgendes Projekt an: Sie wissen vielleicht, dass der schriftliche Nachlass von Albrecht von Graefe vor einigen Jahren von Heidelberg nach Berlin transferiert worden ist und jetzt hier in Berlin im medizin-historischen Museum der Charité unter der Leitung von Professor Schnalke liegt. Dieser Nachlass muss aufgearbeitet werden und das kostet Geld. Wiederum hat die DOG ihre Unterstützung zugesagt. Für soviel Großzügigkeit seitens Ihrer Fachgesellschaft wollte sich die Familie bei Ihnen bedanken mit der Medaille, die auswechselbar ist und mit den Briefen, die wirklich Originale sind. Danke sehr. |
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DOG Geschäftsstelle |